Newsticker

Bayerns Ministerpräsident Söder sieht Kampf gegen Corona in entscheidender Woche
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. TSV-Sportheim soll ausgebaut werden

Ausschuss

12.02.2015

TSV-Sportheim soll ausgebaut werden

Über den beiden Terrassen auf der Ostseite und der Westseite des Sportheims des TSV Meitingen sollen neue Räume entstehen. Die Pläne dafür hat der TSV selbst ins Spiel gebracht.
Bild: Archivfoto: Lode

Neben der bisher geplanten Dachsanierung sollen auch weitere Räume gebaut werden. Warum der TSV Meitingen jetzt einen eigenen Vorschlag einbringt

Die Ballspielhalle ist noch nicht ganz fertig saniert, da kündigt sich schon das nächste sportliche Großprojekt in Meitingen an: der Umbau des Sportheims des TSV Meitingen. Denn was bisher als Dachsanierung geplant war, ist in den letzten Wochen hinter den Kulissen heftig bearbeitet worden. Herausgekommen ist dabei ein Umbau- und Erweiterungsprojekt, das statt der bisher genannten 135000 Euro nun voraussichtlich 256000 Euro kosten soll.

„Das Sportheim hat unter den Vereinsgebäuden eine gewisse Sonderstellung, weil der Markt Meitingen der Eigentümer ist“, bemerkte Bürgermeister Michael Higl zu Beginn der Sitzung des Planungs- und Werksausschusses, der sich am Dienstagabend ausführlich mit dem Thema befasste. Aufmerksame Zuhörer waren der frühere TSV-Vorsitzende, Altbürgermeister Alfred Sartor, Fußballabteilungsleiter Torsten Vrazic und Stefan Schwarz.

Dass wegen des undichten Dachs ein dringender Sanierungsbedarf besteht, ist allen klar. Ein Gutachter habe dies mittlerweile auch bestätigt, so Bürgermeister Higl. Doch dabei soll es nicht bleiben, denn der TSV Meitingen hat in den letzten Wochen einen eigenen Entwurf angefertigt, der nicht nur die Dachsanierung zum Ziel hat, sondern auch den Bau zusätzlicher Räume. Konkret sollen über der Terrasse auf der Ostseite zwei Umkleideräume für die Jugend und ein Physio-Raum entstehen und über der Terrasse auf der Westseite ein Büro, ein Besprechungsraum sowie ein Büro für die Fußballabteilung.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Architekt Nebe sollte das neue Konzept prüfen

Auf 115 Quadratmeter bezifferte Architekt und Gemeinderat Klaus Nebe (FW) den Raumgewinn. Nebe ist mit den Planungen der Sanierung beauftragt und sollte auch das neue, vom TSV Meitingen selbst erstellte Konzept prüfen. Im Ausschuss erläuterte Nebe, dass die Abdichtung der bisherigen Terrassendächer teerhaltiges Material beinhalte, das von einer dafür zugelassenen Firma abgebaut und entsorgt werden müsse. Zudem brauche man neue Heizkörper, müsse einen Bereich vom Klubraum im Obergeschoss für einen Flur zu den neuen Räumen abtrennen und auf der Ostseite eine neue Treppe als Fluchtweg bauen.

Die Lecks im Dach werden immer größer

Der Vorsitzende des TSV Meitingen, Gemeinderat und SPD-Fraktionschef Werner Grimm, machte in der Sitzung deutlich, dass die Lecks im Dach immer größer würden. Es müsse also unbedingt etwas geschehen. Auch die Fensterfront müsse aus wärmetechnischen Gründen erneuert werden. Es biete sich geradezu an, dabei weitere Nutzfläche für den Verein zu gewinnen. Schon in den Jahren 2002 bis 2005 habe der Verein bei der Modernisierung des Sportheims viel Eigenleistung erbracht. Dies wolle man auch jetzt machen, kündigte Grimm an. Der Verein werde den gesamten Innenausbau selbst in die Hand nehmen. Michael Sartor (CSU), Gemeinderat und Vorsitzender der Skiabteilung des TSV Meitingen, fügte hinzu, dass die Umkleideräume im Keller feucht seien. Neue Räume im Obergeschoss würden das Gebäude voranbringen. Er beantragte zudem, dass der Bürgermeister den Bauantrag bereits stellen solle, damit man keine Zeit verliere. Das ging dem FW-Chef Fabian Mehring dann doch zu weit. Er forderte, dass zuvor über die Finanzierung diskutiert werden solle, schließlich sei die Summe auf einmal fast doppelt so hoch. Deshalb könne man den vereinseigenen Vorschlag nicht „heute mal schnell durchwinken“. Bürgermeister Higl wies diese Vorwürfe zurück und betonte, es handele sich um ein „durchdachtes, einleuchtendes Konzept“. Die Finanzierung sei Sache des Gemeinderats, nicht des Ausschusses. Schließlich segnete der Ausschuss doch einstimmig das Planungskonzept ab und ermächtigte den Bürgermeister, die Baugenehmigung zu beantragen und das Einvernehmen zu erteilen. Über die Finanzierung soll am 25. März im Gemeinderat diskutiert werden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren