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Gemeinderat

21.06.2013

Umsetzung des neuen Marktplatzes wackelt auch unter Starkregen

Der Platz vor dem Weldener Rathaus soll neu gestaltet werden. Andererseits stehen der Marktgemeinde noch einige größere Investitionen bevor. Deswegen fällt dem Marktgemeinderat die Entscheidung nicht leicht. Gerade das Hochwasser vor einer Woche hat ein Thema aufgezeigt, das noch Geld kostet.
Bild: Marcus Merk

Ein weiteres Rückhaltebecken könnte noch in diesem Jahr verwirklicht werden. Doch es steht ein weiteres an. Demgegenüber stehen die Investitionen im Ortszentrum

Welden Zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung hatten die beiden Bürgermeister Peter Bergmeir und sein Stellvertreter Gerhard Groß eine Bilanz über das Hochwasser vom 10. Juni gezogen. Das Ereignis wirkte sich auch auf die anschließende Diskussion über den Marktplatz aus (wir berichteten).

129 Liter pro Quadratmeter Niederschlag seien in der Nacht von Sonntag auf Montag in Welden gefallen, sagte Bergmeir. Er betonte, dass für 2014 noch der Bau eines 9000 Kubikmetern großen Regenrückhaltebeckens im Hagenmahd geplant ist. „Jetzt wollen wir versuchen, diese Maßnahme noch in diesem Jahr zu verwirklichen.“ Bei Ehgatten ist ein weiteres Becken angedacht, mit einem Volumen von 380000 Kubikmeter. Außerdem habe das Hochwasser bewiesen, dass der Fischbach kein geeignetes Revier für einen Biber ist. Biber und Damm sollen weg, auch wenn der Bürgermeister fürchtet, dass nach einem Abfang des Tieres ein neuer Biber kommt. Hauptverantwortlich für die Wassermassen im Ort sei der Abfluss aus Maisfeldern gewesen, wo sich der Niederschlag gesammelt hatte und aufgrund der nassen Böden direkt in den Ort gelaufen war. Das Ingenieurbüro sei beauftragt, bis Ende Juli eine kurzfristige Lösung zu finden, erklärte der Bürgermeister. Außerdem kündigte er einen Runden Tisch an. Zweiter Bürgermeister Gerhard Groß ergänzte, Gräben, Durchlässe und Kanäle wurden und werden noch gereinigt. Karl Griechbaum (CSU) schlug vor, den Maisanbau gleich verbieten zu lassen. Anton Kiening (BGM) kritisierte, man hätte Täler und Nebentäler nicht grundsätzlich als Bauland ausweisen dürfen. „Die Anwohner zahlen jetzt die Zeche.“ Im Gewerbegebiet Haldenloh sei ein Rückhaltebecken vorgesehen gewesen, stattdessen habe man „ein, zwei Schächte gemacht, die nichts bringen“. Die Anwohner hätten damals Bedenken gehabt. „Das Büro Steinbacher sagte damals, das passt. Und jetzt ist das Unternehmen wieder im Einsatz“, schloss Kiening. Bergmeir erwiderte, das Maisfeld sei für ihn die Hauptursache.

Auf die Frage von Anton Gribl (BGM) nach einer Entschädigung für die Betroffenen verwies Bergmeir auf die staatliche Soforthilfe. Außerdem würden betroffenen Bürgern die Reinigungskosten etwa vom Kanal erlassen. „Was darüber hinausgeht, darüber werden wir reden müssen.“

Direkt an diese Diskussion schloss sich die Präsentation für den neuen Marktplatz und den Umbau der Feuerwehrhalle an. Als die Gemeinderäte ob der Kosten mit der Zustimmung zögerten, betonte Bergmeir, die Kosten für das kleinere Regenrückhaltebecken seien für 2014 im Haushalt, das größere bei Ehgatten dagegen werde frühestens in fünf Jahren verwirklicht. Auch wenn dann Kosten auf die Gemeinde zukommen, sprach sich Bergmeir mit Nachdruck für den Marktplatz und die Sanierung der ehemaligen Feuerwehrhalle aus. Vor einigen Jahren stand die Gemeinde vor der Entscheidung, ein neues Rathaus am Festplatz zu bauen, oder das alte von 1972 zu sanieren. „Wir haben uns für eine kostengünstige, gute Sanierung entschieden. Wenn man diesen Schritt gemacht hat, dann müssen auch der zweite und der dritte folgen, finde ich.“

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