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Haushalt

15.09.2018

Ustersbach muss neue Schulden machen

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Den Anbau am Kindergarten muss zunächst die Gemeinde komplett zahlen. <b>Archivfoto: Siegfried P. Rupprecht</b>

Die Kommune benötigt in diesem Jahr voraussichtlich einen Kredit von 321000 Euro. Weitere könnten folgen

Ustersbach Ein kurzfristiger Kredit in Höhe von rund 321000 Euro ist in diesem Jahr notwendig. Dies teilte der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Gessertshausen, Benedikt Kerler, in seinem Vorbericht zum Haushalt dem Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung mit. Grund ist vor allem die Finanzierung des Ustersbacher Baugebiets „Bei den Angern“.

Der reine Schuldenstand der Kommune würde dann am Ende des Jahres etwas mehr als 590000 Euro betragen. Rechnet man noch 300000 Euro für ein neues Löschgruppenfahrzeug dazu, könnte sich der Schuldenstand auf über 890000 summieren. Und er könnte weiter steigen.

„In den kommenden Jahren ist mit weiteren Krediten zu rechnen“, sagte Kerler. Als Beispiel dafür nannte er den Kindergartenanbau. Die komplette Summe müsse vor der Zuschussbezahlung von der Gemeinde getragen werden, betonte er. „Außerdem stehen in den nächsten Jahren Maßnahmen für das Feuerwehrgebäude an.“ Dementsprechend steigt die Pro-Kopf-Verschuldung auf 508 Euro je Einwohner. Der landesweite Durchschnitt betrage 605 Euro. Um die Ausgaben des Vermögenshaushalts zu decken, sollen rund 1,66 Millionen Euro aus der allgemeinen Rücklage entnommen werden. Es verblieben dann nur 5100 Euro.

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Vermögenshaushalt Die höchsten Ausgaben schlagen beim Baugebiet Bei den Angern zu Buche. Für den Erwerb der Grundstücke notiert die Gemeinde 600000 Euro, für die Erschließung 1,04 Millionen Euro und den Wasserleitungsbau 15000 Euro. Für Straßenbeleuchtung und Grünanlagen im Baugebiet Mödishofen-Nordost fallen 182000 Euro an, für die dringende Sanierung des Hochbehälters 50000 Euro, die Sanierung zweier Brunnen 48000 Euro sowie für die Renovierung der Kreuzwege inklusive Restaurierung der Figur Anna Selbdritt und die Container-Aufstellung bei der Kindertagesstätte St. Fridolin jeweils 30000 Euro. Insgesamt schlüsselt der Vermögenshauhalt Ausgaben in Höhe von 2,064 Millionen Euro auf.

Verwaltungshaushalt Hier fallen Gesamtkosten von 442000 Euro an, unter anderem für den Feuerwehrbedarfsplan (40000 Euro), den Bebauungsplan Mödishofen (25000), für Kanaldeckelsanierungen (20000), Sanierungen im Bereich Abwasser (45000) und Flächenermittlungen (55000 Euro).

Als „sehr schockierend“ wertete Benedikt Kerler die Steigerung der Kreisumlage von 450000 auf 645000 Euro aufgrund einer Nachzahlung. „Begründet wird diese vom Landratsamt Augsburg mit Investitionskosten und die zwingend erforderliche Rückführung der Verschuldung“, so der Kämmerer.

Für den Unterhalt von Straßen, Wegen und Gräben sind 46000 Euro eingestellt. Im gesamten Gemeindegebiet seien kleine Straßenausbesserungen notwendig.

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