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Wettbewerb

15.05.2020

Viele melden sich erst am Schluss

Gersthofen und der Bezirk Schwaben schreiben Preise für Künstler aus. Viele nützen dies, um zu präsentieren

Derzeit haben es aufgrund der Beschränkungen die Künstler und Musiker schwer, bei Auftritten oder in Ausstellungen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Wettbewerbe sollen ihnen die Möglichkeit geben an die Öffentlichkeit zu gehen. Doch wird diese Gelegenheit in diesem Jahr besser angenommen als in den vergangenen Jahren.

Der 36. Kunstpreis der Stadt Gersthofen wird 2020 wieder im Bereich Bildende Kunst ausgeschrieben. Und der Bezirk Schaben hat einen Musikförderpreis ausgelobt.

In diesem Jahr wird der 1985 auf Initiative des Kulturkreises Gersthofen ins Leben gerufene Kunstpreis der Stadt Gersthofen für herausragende Leistungen im Bereich Bildende Kunst verliehen. Das Preisgeld in Höhe von 3500 Euro wird wieder von der VR-Bank Handels- und Gewerbebank eG gestiftet. Zur Teilnahme berechtigt sind Kunstschaffende aus Gersthofen, den benachbarten Landkreisen sowie Künstler, die einen besonderen Bezug zu Gersthofen haben oder in Gersthofen bereits ausgestellt haben. Die Kunstschaffenden können sich bis Freitag, 29. Mai, mit bis zu zwei Werken (maximale Höhe 2,6 Meter, maximales Gewicht 500 Kilogramm pro Quadratmeter) bewerben. Der Preisträger sowie diejenigen, deren Werke in die engere Wahl gekommen sind, werden voraussichtlich in einer Ausstellung vom 27. Juni bis 19. Juli im Ballonmuseum Gersthofen präsentiert – selbstverständlich abhängig von den jeweils geltenden Corona-Vorgaben.

Der Publikumspreis in Höhe von 300 Euro wird auch in diesem Jahr vergeben. Die interessierte Öffentlichkeit hat am Samstag und Sonntag, 27./28. Juni, bei freiem Eintritt die Möglichkeit, aus der Ausstellung, unabhängig von der Fachjury persönlich vor Ort ihren Favoriten zu wählen. Dabei können unter anderem Eintrittskarten für attraktive Veranstaltungen in der Stadthalle gewonnen werden.

Bewerbungsschluss ist der 29. Mai. Bis jetzt verzeichnet das Kulturamt mit zwölf Einreichungen ein größeres Interesse als sonst zu dieser Zeit der Bewerbungswochen. „Aber erfahrungsgemäß steigt das Interesse zum Ende der Frist exponentiell“, heißt es auf Anfrage. „Die meisten Anfragen kommen an den letzten beiden Tagen.“ Vor zwei Jahren hatten am Ende 129 Bewerber Arbeiten eingereicht.

Die Stadt Neusäß plant heuer keinen Kunstpreis, sondern in diesem Jahr ist die in zweijährigem Wechsel mit diesem veranstaltete Hobbykünstlerausstellung an der Reihe. „Allerdings hängt alles davon ab, wie im November die Vorgaben der Staatsregierung sind“, sagt Kulturbüroleiterin Anneli Bronner. Um den Kunstpreis und den Kunstförderpreis bewarben sich seit 2005 zwischen 39 und maximal 45 Künstler, 2019 waren es 43 Bewerber

Nicht an die breite Masse, sondern an Spitzenmusiker aus Schwaben richtet sich der Musikförderpreis des Bezirks Schwaben. Dieser wurde 2019 erstmals ausgelobt und ist mit 50000 Euro dotiert. „Damals meldeten sich 36 Bewerber – in diesem Jahr sind es circa 30“, sagt Manuel Mayerle, Sachbearbeiter im Projektbüro des Bayerischen Musikrats in Marktoberdorf. Dort jetzt nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden die Bewerbungen gesichtet.

Von den Preisträgern wird erwartet, dass sie sich in Schwaben präsentieren. „Die drei letztjährigen Sieger konnten das wegen der Einschränkungen nicht.“ Denn eben jetzt wäre die Zeit gewesen, in der die Geigerin Nathalie Schmalhofer, der Bariton Johannes Kammler und das Vokal-Ensemble Cantissimo ihre Projekte hätten realisieren sollen. Mayerle hofft jedoch, dass im Herbst noch Konzerte möglich sind.

zum Gersthofer Kunstpreis gibt’s im Gersthofer Kulturamt bei Annette Voß und Susanne Pfiffer, Telefonnummer 0821/2491-521 oder E-Mail spfiffer@gersthofen.de.

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