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Zusmarshausen-Streitheim

14.06.2018

WM-Duell: Der große Jubel an der Autobahn

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Sieg in der Nachspielzeit: Martin Wiedenmann (links) hatte gegen Bernhard Röger die Nase vorn. Die beiden kümmerten sich mit ihren Kollegen Sebastian Müller und Marcus Egger um die Grünpflege der A 8-Rastanlage Streitheim-Nord.

Am Donnerstag beginnt die Fußball-WM. Auf dem A8-Parkplatz Streitheim wird ein Anhänger zum Tipp-Kick-Stadion. Auf welche Teams die Pansuevia-Mitarbeiter tippen.

In wenigen Sekunden sind die Bordwände heruntergeklappt und der große Anhänger wird in der Mittagspause zum Fußballstadion: Auf der Fläche treten Martin Wiedenmann und Bernhard Röger vom Autobahnbetreiber Pansuevia zum WM-Duell direkt an der A8 an. Das ist die kleine Weltmeisterschaft im Augsburger Land, die Spaß macht und Menschen zusammenbringt. Beim Tipp-Kick, einer Mischung aus Billard, Tischtennis und Blitzschach, dürfen die Athleten auch fachsimpeln.

Für Bernhard Röger, den alle Bernie nennen, steht schon vor der heutigen Eröffnung der schönsten Nebensache der Welt fest: Belgien wird es schaffen. „Das ist eine eingespielte Mannschaft“ sagt er und ergänzt: Ein Spaßhaufen.“ Dann überlegt er kurz: „Belgien und Deutschland standen sich zuletzt 1980 bei einem großen Turnier gegenüber. Das war die Europameisterschaft in Italien.“ Stimmt: Deutschland gewann 2:1 und wurde damit nach 1972 zum zweiten Mal Fußball-Europameister.

Autofahrer schauen ungläubig hoch

„Der Bernie ist ein wandelndes Fußballlexikon“, sagt Martin Wiedenmann, der auf die Mannschaft aus Brasilien tippt. Und warum? „Die sind heuer um zwei Klassen besser als 2014 und haben einen starken Kader.“ Beim Tipp-Kick hat er die Nase vorn, was Günther Heinze, Marcus Egger und Sebastian Müller bestätigen können: Als Zuschauer verfolgen sie die zweimal fünf Minuten auf dem Anhänger. Auch der der eine oder andere Autofahrer, der auf der Rastanlage Streitheim-Nord einen Parkplatz ansteuert, schaut ungläubig hoch zum ungewöhnlichen Spielort.

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Dort machen es Wiedenmann und Röger zunächst spannend. In der ersten Halbzeit gelingt keinem ein Treffer. Vielleicht liegt an der Katze im Tor: Das ist „Bernie“ Röger, der wieselflink die Angriffe von Martin Wiedenmann pariert. In der Pause nehmen beide einen kräftigen Schluck Wasser – das ist auch das beste Mittel, wenn die Sonnen bei der Arbeit herunterbrennt.

Bevor sich die Kicker und ihre Kollegen mit Freischneider, Windrucksack und Rasenmäher wieder der Rastanlagenpflege verschreiben, steht die zweite Halbzeit an. Nach einer guten Chance für Bernhard Röger – „ich glaube, da braucht man mehr Schwung“ – fällt das erste Tor. Wie aus dem Nichts. Eine Minute vor Abpfiff dann die Chance zum Ausgleich. Doch Rögers Kicker verpasst etwa zwei Körperlängen vor dem Schlussmann von Martin Wiedemann. Dann rollt der Spielball vom Tisch und auf die Straße, was eine Minute Nachspielzeit bedeutet. Die nutzt Wiedenmann zum 2:0 – ein gerader Schuss ins lange Eck im Fußballstadion, das es in dieser Form noch nie auf dem A 8-Parkplatz gegeben hat.

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