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Meitingen

24.08.2018

Was soll in Meitingen realisiert werden?

Der Planer empfiehlt für die Schlosswiese Büros, Dienstleiter und Wohnen.
Bild: Marcus Merk

Warum ein Entwicklungskonzept für den Ort nötig ist und was das im Endeffekt mit dem Geld zu tun hat. 

Es sind sperrige Begriffe und langwierige Verfahren. Dennoch: Was derzeit im Hintergrund in Meitingen läuft, hat große Auswirkungen auf die Zukunft des Ortes. Im Kern geht es dabei um Geld – sprich um Zuschüsse. Damit diese in die Marktgemeinde fließen, muss der passende Topf angebohrt werden. Den hat Meitingen bereits gefunden und schon erste Gelder daraus bezogen. Das Bund-Länder-Förderprogramm heißt „Soziale Stadt“.

Laut Bürgermeister Michael Higl befindet sich viel Geld in diesem Topf. Doch die Sache hat einen Haken. Wer in den Genuss der Förderung kommen will, muss auch liefern. Dazu gehört unter anderem, dass die Kommune ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“, kurz ISEK genannt, vorlegen muss. Dieses soll aufzeigen, wie Meitingen in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden soll – und zwar unter Einbeziehung sozialer Gesichtspunkte. Was alles dieses Konzept beinhaltet, stellte Diplom-Geograf Claus Sperr vom Stadtentwicklungsbüro Planwerk in Nürnberg kürzlich vor.

Zusammenhalt und Integration verbessern

In seinem Entwicklungskonzept für Meitingen hat Sperr alles zusammengetragen, was an Analyseergebnissen aus den vorbereitenden Untersuchungen, die in den Jahren 2011 und 2014 vom Büro Opla durchgeführt wurden, vorlag – ergänzt um den Baustein „Sozialraumanalyse“. Denn im Programm „Soziale Stadt“ stehen zwar städtebauliche Maßnahmen im Vordergrund, doch ein vorrangiges Ziel ist es auch, den sozialen Zusammenhalt und die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Somit können laut Sperr auch viele Dinge zusätzlich gefördert werden, wie beispielsweise Kultur oder Gesundheitsförderung.

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In dem Maßnahmenkatalog sind zahlreiche Projekte aufgeführt. Dazu zählen unter anderem die Umgestaltung des Bahnhofumfelds, der Umbau des alten Kinos oder weitere Fußwege zur Grundschule. Auch die Bebauung der Schlosswiese sprach Sperr an. Er spricht sich gegen die Ansiedlung von Einzelhändlern aus. Er empfiehlt stattdessen Büros, Dienstleiter und Wohnen.

Auch ein Kompliment an die Meitinger hatte Sperr im Gepäck. Was die Stärkung des sozialen Miteinanders angehe, sei Meitingen ein Aushängeschild für den Landkreis. Dennoch gebe es einige Möglichkeiten, um das soziale Miteinander zu stärken. Dazu zählen laut Sperr die Bereitstellung von Räumen für ehrenamtliche Unterstützungsangebote, eine Bedarfsanalyse für Jugendangebote oder die Erweiterung des Horts an der Grundschule.

Dieses Entwicklungskonzept ist nicht festgezurrt, sondern kann laut Sperr laufend fortgeschrieben werden. Gleichzeitig laufen schon einige Verfahren, die das Papier vorsehen. So wurde bereits ein Architektenwettbewerb für die Bebauung des sogenannten Divi-Areals am Ortseingang durchgeführt.

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