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Zusmarshausen

05.11.2010

Wasserwacht ohne Wasser: Sorgen um den Verein

Die Sanierung des Schwimmbades war ein wichtiges Thema bei der Bürgerversammlung in Zusmarshausen. Thomas Herkommer, Vorsitzender der Zusmarshauser Wasserwacht, äußerte sich besorgt über die Schließung des Bads und die bevorstehende Generalsanierung des Rothsees. Von Ulrike Hauke

Zusmarshausen. Die Sanierung des Schwimmbades war ein wichtiges Thema bei der Bürgerversammlung im Schlossgasthof Strasser in Zusmarshausen. Thomas Herkommer, Vorsitzender der Zusmarshauser Wasserwacht, äußerte sich besorgt über die Schließung des Bads und die bevorstehende Generalsanierung des Rothsees.

Herkommer fürchtet um die Mitgliederzahl und damit um den Vereinsbestand, wenn nach der Schließung des Schwimmbads auch noch für Monate der Rothsee saniert würde. Der Vorsitzende sieht den Einsatz des Vereins insbesondere in der Jugendarbeit gefährdet. "Eine Wasserwacht ohne Wasser stellt eine schwierige Zukunft für den Verein dar."

Bürgermeister Albert Lettinger erklärte die Vorsichtsmaßnahmen in Sachen Schwimmbad mit technischen und baulichen Mängeln. "Die Sanierungskosten belaufen sich auf 2,8 Millionen, die Zusmarshausen zu 90 Prozent tragen muss." Aufgrund des Ausstiegs der Gemeinde Altenmünsters aus dem Schulverband Zusmarshausen, obliege die Verantwortung für das Schwimmbad jetzt allein dem Markt und mit zehn Prozent der Gemeinde Horgau. Lettinger sagte, er sei bereits aktiv um finanzielle Beteiligung seitens des Landkreises bemüht. Klemens Krebs wollte wissen, was denn eigentlich konkret kaputt sei? Lettinger führte einige Defekte auf: "Zum Beispiel das Dach, die Fenster, die Heizung ist kaputt, die Technik funktioniert nicht und der Beckenboden ist undicht." Der Bürgermeister zeigte großes Verständnis für die Sorgen Herkommers, meinte aber: "Auch wenn der Markt unverschuldet in diese Lage gekommen ist, tragen wir die Verantwortung. Und ich will kein zweites Bad Reichenhall haben." Er bat um Geduld, in den Gremien des Landkreises werde bereits über freiwillige Zuschüsse gesprochen.

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Landrat persönlich im Wort

Kreisrat Walter Aumann meldete sich dazu zu Wort: "Für mich ist der Landrat in der Sache persönlich im Wort." Aumann erinnerte sich, dass bereits eine Million Euro mündlich zugesagt worden sei. "Statt in den Ausbau der Realschule, wollte man in das Schwimmbad investieren." Aumann regte außerdem Eigeninitiative der Zusmarshauser Wasserwacht an, sich direkt an den Landrat Martin Sailer zu wenden. Lettinger begrüßte das: "Ein freundlicher Brief schadet bestimmt nicht."

Zum gleichen Thema regte Christian Weldishofer an, quasi einen Verbund mit anderen Kommunen, die auch Schwimmbäder haben, einzugehen, um diese im Austausch nutzen zu können. Der Bürgermeister versprach, diese Idee weiter zu verfolgen.

Schulen Bernhard Gabriel ließ aufgrund einer Krankheit schriftlich über Bürgermeister Lettinger nachfragen, ob der Zusmarshauser Marktrat bereit wäre, die Grund- und Hauptschule vom Ort als Gymnasium zur Verfügung zu stellen. Seiner Meinung nach sei der Landkreis unterversorgt. Gabriel schlug weiter vor, die Grund- und Hauptschüler in die Schulen der umliegenden Gemeinden zu schicken. Lettinger informierte, dass Gabriels Petition zum Thema bereits zweimal im Landtag abschlägig abgelehnt wurde.

Radweg Die Verlängerung des Radwegs von Wörleschwang nach Zusmarshausen mahnte Georg Kranzfelder an. Lettinger erklärte, dass der weitere Ausbau des Radwegs vom Ausbau der A 8 abhängig sei, da dieser auch über die Autobahnbrücke verlaufen soll.

Weiter regten Kranzfelder und Georg Reitmayer an, den Gehweg entlang des westlichen Teils der Straße "Richtstattweg" zum Rothsee zu verbreitern. Die Straße sei außerdem für ein so hohes Verkehrsaufkommen nicht geeignet. Lettinger meinte, es sei eine Frage der Priorität für Zusmarshausen, denn eine Verbreiterung des Gehwegs hätte auch einen kompletten Ausbau der Straße zur Folge. Das sei aber nur durch Grundstücksankäufe zu realisieren, was schwierig ist, da beidseitig Gebäude die Straße säumen.

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