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Haushalt

23.03.2017

Welden soll durch ein neues Baugebiet wachsen

Die Gemeinde investiert fast 800000 Euro. Das sind heuer die größten Projekte

Der Gemeinderat in Welden ist zufrieden: In diesem Jahr muss der Markt keinen Kredit mehr aufnehmen, und die großen Projekte rücken nicht aus dem Blick. In der Haushaltssitzung betonte Bürgermeister Peter Bergmeir (SPD): „Wir haben positive Grundvoraussetzungen geschaffen.“

Kämmerer Günther Tauber wertete die Entscheidung, kürzlich ein Darlehen in Höhe von über einer Million Euro aufzunehmen, als „vertretbaren Schritt“. Nur mit Investitionen könne man im Wettbewerb der Kommunen bestehen. Die Schulden werden am Jahresende voraussichtlich bei fast drei Millionen Euro liegen. Mit 757 Euro wird die Verschuldung pro Einwohner in der Marktgemeinde dann 104 Euro über dem Landesdurchschnitt liegen. Bürgermeister Bergmeir betonte, dass sich die diversen Investitionen positiv auf die Wohn- und Lebensverhältnisse auswirken und zur Attraktivität der Gemeinde beitragen würden. Drei größere Projekte stehen heuer an.

Insgesamt 161000 Euro sind im Haushaltsplan für schnelleres Internet vorgesehen. Die Marktgemeinde wird von der Initiative des Bayerischen Breitbandzentrums bezuschusst und hat lediglich 32000 Euro selbst zu investieren. Es bestehe die Hoffnung, durch den Breitbandausbau nicht nur Privatpersonen zu erreichen, sondern auch Firmen ins Gewerbegebiet zu locken, sagte Kämmerer Tauber.

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Welden setzt weiterhin auf Wachstum. „Die Nachfrage nach Bauplätzen steigt“, betonte Kämmerer Tauber. Daher soll am westlichen Ortsrand ein neues Baugebiet entstehen, das nach der Fertigstellung bis zu 100 Bauplätze umfasst. Das dauert aber noch. Bisher gibt es noch keinen Bebauungsplan und keine Erschließungskosten. Die Grunderwerbskosten für das Baugebiet belaufen sich auf 585000 Euro. „Heuer soll geplant werden, und frühestens im nächsten Jahr wird in mehreren Bauabschnitten begonnen werden“, informierte Tauber.

Rat Anton Gribl (BGM) regte an, dort frühzeitig an Verbindungswege zu denken – vor allem für Fahrradfahrer und Fußgänger. Bürgermeister Bergmeir bestätigte, dass asphaltierte Wege ins Kernwegenetz aufgenommen worden sind, aber in diesem Jahr nicht als Posten im Haushaltsplan auftauchen.

Noch heuer soll sich am Theklaberg was regen, nachdem das Projekt um ein Jahr verschoben wurde. Dort soll die Stiege, die vom Marktplatz hinaufführt, mit 170 Stufen neu gestaltet werden. Eingeplant sind 490000 Euro. Zu 60 Prozent soll diese Maßnahme städtebaulich gefördert werden. Anton Kiening (BGM) wandte ein, dass diese Summe ihm „nicht recht schmecke“ und er für die Details Gesprächsbedarf sehe.

Keine Diskussionen werde es dieses Jahr beim Hochwasserschutz geben, schätzt der Kämmerer. Lediglich 65000 Euro sind heuer für ökologische Maßnahmen an der Laugna vorgesehen. Planungen für ein Rückhaltebecken sollen erst im nächsten Jahr anlaufen.

Die Kommune erhält in diesem Jahr Schlüsselzuweisungen des Freistaats in Höhe von rund 675000 Euro. Etwa 70000 Euro sind für die Feuerwehren eingeplant. Im Bildungshaushalt stehen insgesamt 400000 Euro. Für Anton Gribl (BGM) eine enorme Summe: „Das ist ein großer Brocken. Ich finde es gut, dass die Gemeinde das so gut verkraftet.“ Welden entrichtet die Schulverbandsumlage an den Schulverband Welden, den Eigentümer des Schulgebäudes. 300000 Euro fließen davon an die Grundschule.

Die Gewerbesteuereinnahmen lägen mit 1,2 Millionen wie in den vergangenen fünf Jahren auf einem hohen Niveau, sagte Tauber. Aktuell sind im Gewerbegebiet 86 Betriebe ansässig. Die Einkommenssteuerbeteiligung wird 2017 zum ersten Mal die Zwei-Millionen-Marke knacken. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es noch 1,38 Millionen Euro, die die Gemeinde bekam.

Der Weldener Marktgemeinderat hatte in der Sitzung am Dienstagabend keine Einwände gegen den Haushaltsplan – im Gegenteil. „Der Plan ist realistisch und ohne Luftnummern“, sagte Anton Kiening. Gerhard Groß (FWV) bestätigte einen „soliden und ausgewogenen Plan“. Einstimmig genehmigten die Räte den Haushaltsplan mit einem Gesamtvolumen von 9,2 Millionen Euro.

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