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Welden

13.11.2017

Wie die Polizei dem Einbrecher auf die Spur kam

Die Polizei kam dem Einbrecher in Welden auf die Spur. (Symbolbild)
Bild: Alexander Kaya

Ein Mann versuchte, in mehrere Geschäfte in Welden einzubrechen. Einmal schaffte er es. Doch die Polizei kam ihm schnell auf die Spur.

Das ging schnell: Kurz nach der Einbruchreihe in Welden hat die Polizei den Tatverdächtigen ermittelt. Es handelt sich um einen 38-Jährigen Iraker, der 2008 nach Deutschland eingereist und anerkannter Asylbewerber ist, teilt Raimund Pauli, Chef der Polizeiinspektion Zusmarshausen, mit. Wie berichtet war am Donnerstagabend ein Einbrecher durch die Bahnhofstraße gezogen: Er scheiterte zunächst an zwei Läden und drang dann in einen Getränkemarkt ein. Mittlerweile kam heraus, dass noch ein viertes Geschäft betroffen war.

Nun hat die Polizei detailliert beschrieben, was an dem Abend und den darauffolgenden Stunden passiert ist: Gegen 21 Uhr hatte eine 52-Jährige in der Bahnhofstraße einen Mann beobachtet, der ortsauswärts von Gebäude zu Gebäude lief und sich dabei auffällig verhielt. Die Zeugin rief die Polizei – und die Streife verpasste den Einbrecher nur um wenige Minuten, wie sich im Nachhinein heraus stellte. Am Freitagmorgen wurde der Polizei dann der Einbruch in den Getränkemarkt gemeldet. Die Beute: Tabakwaren im Wert von etwa 150 Euro und ein leeres Kassenschubfach ohne Bargeld darin.

Während der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Täter die Tür mit einem Schraubenzieher aufgehebelt hatte – so wie zuvor schon in einem Schuh- und einem Optikergeschäft, wo er aber nichts stehlen konnte. An den drei Gebäuden entstand nach Angaben der Polizei ein Schaden von jeweils mehreren Hundert Euro.

Später stellte sich dann noch heraus, dass der Mann auch noch an einem vierten Geschäft zugange war: an der Kreissparkasse. Das ergab eine Auswertung der Videoaufzeichnung. Die Bilder zeigten, dass der Iraker dort ebenfalls mit einem Schraubenzieher die Tür aufhebeln wollte. Er schaffte es aber nicht in den Vorraum, auch ein Sachschaden entstand nicht.

Durch die Täterbeschreibung der Zeugin und einen Bildvergleich konnte die Identität des Täters schnell geklärt werden, berichtet Pauli: „Die Ermittler fuhren sofort die Täteradresse an, konfrontierten den überrumpelten Täter mit dem Beweismaterial, der darauf geständig reagierte.“ In seiner Wohnung fanden die Polizisten die gesamte Beute und den Schraubenzieher. Er wurde festgenommen. (manu)

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