1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Wie soll sich Stadtbergen entwickeln?

Bauausschuss

16.05.2019

Wie soll sich Stadtbergen entwickeln?

Die Stadt will Flächennutzungsplan nach 20 Jahren neu aufstellen – ein Vorhaben für die Zukunft

Wo darf künftig gebaut werden, wo entstehen später einmal Gewerbeflächen, wo sollen Grünflächen geschaffen werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich derzeit die Stadt Stadtbergen. Denn sie will ihren 20 Jahren alten Flächennutzungsplan neu aufstellen. Mit diesem wird die städtebauliche Entwicklung der Gemeinde gesteuert.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Das Projekt werde viel Zeit in Anspruch nehmen, betonte Bürgermeister Paul Metz in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Aber man wolle die Neuaufstellung jetzt angehen. Dafür gab Stadtbaumeister Ulrich Lange den Mitgliedern einen ersten Überblick über mögliche Änderungen im Flächennutzungsplan. Bei einigen Vorschlägen handele es sich um Kleinigkeiten. So müsste der Plan an einigen Stellen schlicht auf dem Papier an bereits realisierte oder genehmigte Baumaßnahmen angepasst werden.

Einschneidende Veränderungen seien bei den bislang festgeschriebenen Baugebietsausweisungen möglich, erklärte Stadtbaumeister Lange. So seien im derzeitigen Flächennutzungsplan 24 Hektar im Gemeindegebiet als Wohnbaufläche ausgewiesen, die bislang nicht entwickelt wurde. „Wir müssen kritisch hinterfragen, ob wir in dieser Größe wachsen wollen“, sagte Lange. In den vergangenen 15 Jahren seien nur etwa zehn Hektar Baugebiet tatsächlich ausgewiesen worden. Für die Mitglieder des Bauausschusses stellte sich die Frage, wie viele der 24 Hektar im Besitz der Gemeinde seien. „So gut wie nichts“, war Langes knappe Antwort.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Als einen wichtigen Aspekt, den es bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans zu berücksichtigen gilt, nannte Lange die Auswirkungen durch die Universitätsklinik. Der Verkehr werde zunehmen, und auch der Bedarf an Wohnungen und Gewerbeflächen werde steigen.

Damit kam das umstrittene Thema des Gewerbegebiets südlich der B300 wieder zur Sprache. Die Pläne dafür waren nach einem Bürgerentscheid 2016 vom Tisch. Johannes Münch (Pro Stadtbergen) verwies darauf, dass die einjährige Bindung an den Bürgerentscheid abgelaufen sei. Die Chancen, die sich mit der Uniklinik ergeben, müssten neu berücksichtig werden. Gerhard Heisele (Freie Wähler) bezeichnete es als „leichtsinnig“, die Flächen südlich der B300 als Gewerbeflächen wegfallen zu lassen. Dieter Häckl (SPD) war dagegen überzeugt: „Wir sollten unseren Schwerpunkt mehr auf den Wohnbau legen.“ Nach kurzen Unstimmigkeiten beendete Bürgermeister Paul Metz die Diskussion: „Wir beginnen jetzt gerade erst einmal mit den Vorberatungen für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes.“

Für die weiteren Beratungen nannte Stadtbaumeister Lange drei zusätzliche Punkte, die es zu berücksichtigen gilt. Denn die Stadt sei in der Gestaltung des Flächennutzungsplanes nicht völlig frei. Große Teile Stadtbergens liegen im Landschaftsschutzgebiet, einige Flächen seien als Bodendenkmäler kartiert. Zudem gelte der Grundsatz: Innerörtliche Entwicklung ist der Außenentwicklung vorzuziehen. Metz betonte, die Beratungen würden Zeit in Anspruch nehmen. „Immerhin planen wir die Entwicklung für die nächsten 20 Jahre.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren