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Bauen

13.05.2015

Wohnen im Zentrum wird gestärkt

Planungsausschuss stimmt Entwürfen für Brunnenstraße zu

Eine bunte Mischung aus Wohnungen, kleinen Handwerksbetrieben und Gastronomie prägt das Gebiet zwischen Feldstraße, Brunnenstraße, Am Hohlweg und Augsburger Straße in Gersthofen. Diese Vielfalt, aber auch das zentrumsnahe Wohnen möchte die Stadt mit dem neuen Bebauungsplan Nr. 4 „Brunnenstraße“ erhalten und fördern.

Ein Ziel ist es auch, die bestehende einheitliche Raumkante mit zwei- bis dreigeschossigen, giebelständigen Gebäuden zu erhalten. Ausgewiesen wird ein allgemeines Wohngebiet. „Dieses war ein wesentlicher Kritikpunkt bei den Einwendungen, die im Zuge der Auslegung eingegangen sind“, sagte Stadtbaumeister Thomas vor dem Bauausschuss. „Viele wollen hier ein Mischgebiet – dann aber wären Betriebe in diesem Gebiet möglich, die wir hier nicht wollen.“ Gaststätten oder Handwerksbetriebe seien in einem allgemeinen Wohngebiet zulässig.

Albert Heckl (W.I.R.) wollte dem nicht folgen: „Das Gebiet liegt an der Straße, die in unser Zentrum führt – man sollte ein Mischgebiet ausweisen, damit es belebt werden kann, zum Beispiel über größere Läden.“ Zudem sollten Penthäuser zugelassen werden, forderte Heckl.

Albert Kaps (Pro Gersthofen) bezog sich auf die Einwendungen des Landratsamts, das eine Lärmbelastung festgestellt hatte, die zu hoch für ein allgemeines Wohngebiet sei. „Warum versuchen wir, mit der Brechstange dieses durchzusetzen“, so Kaps. Er sah hier eindeutig die Voraussetzungen für ein Mischgebiet gegeben. Das Bebauungsplangebiet könne aber auch in ein allgemeines Wohngebiet – etwa entlang der Brunnenstraße – und ein Mischgebiet entlang der Augsburger Straße geteilt werden, schlug Kaps als „Kompromisslösung“ vor.

Thomas Berger blieb bei der Haltung der Bauverwaltung: „Ein solches Gebiet lässt mehr an wohnschädlicher Nutzung und eine höhere Lärmbelastung zu.“ Es sei ja nicht der Zentrumsbereich Gersthofens. Größere Einzelhandelsflächen würden an dieser Stelle dem bestehenden Einzelhandelskonzept widersprechen. Zudem komme die vom Landratsamt bemängelte Lärmbelastung nicht aus dem Bebauungsplangebiet, sondern vor allem durch den Betrieb einer Tankstelle mit Videothek auf der gegenüberliegenden Seite der Augsburger Straße. Diese liegt außerhalb des Geltungsbereichs des neuen Bebauungsplans. Auch Sandra Meitinger (CSU) und Bernhard Happacher (FW) vertraten diese Auffassung. Max Poppe (CSU) sah das Areal, anders als Klaus Greiner (SPD), auch nicht als das „Portal in die Gersthofer Innenstadt“ an. „Dieses Portal befindet sich in Wirklichkeit nördlich der Kirche St. Emmeran.“

Schließlich stimmten die Ausschussmitglieder dem Entwurf der Bauverwaltung zu.

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