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Langweid

20.04.2019

Am Samstagabend herrscht striktes Alkoholverbot

Kapitän Dominik Schachinger (rechts) geht bei der SG FC Langweid/SV Stettenhofen nicht nur auf dem Spielfeld mit gutem Beispiel voran.
Bild: Karin Tautz

Dominik Schachinger geht mit gutem Beispiel voran. Was er von der SG FC Langweid/SV Stettenhofen hält

Seit frühester Jugend spielte Dominik Schachinger für den SV Stettenhofen. Nachdem sich dort Ende der vergangenen Saison die Mannschaft auflöste, tritt der Abwehrrecke nun für die Spielgemeinschaft FC Langweid/SV Stettenhofen an. Am Anfang war ziemlich viel Skepsis vorhanden. „Der FC Langweid hatte immer ein schlechtes Image. Ich weiß nicht, woher“, sagt Schachinger, dessen Langweidbild sich inzwischen völlig verändert hat: „Lauter lässige Leute, eine super Anlage. In Stettenhofen waren die Spieler viel mehr eingebunden.“ Schade findet er, dass es den SV Stettenhofen im nächsten Jahr wohl nicht mehr geben wird, da sich die Fußballabteilung in Auflösung befindet.

Nach einem durchwachsenen Start ist die zusammengefügte Truppe von Trainer Andreas Thomas nun in der Spur. „Es war zunächst schwierig, zwei Mannschaften unter einen Hut zu bringen. Das hat ein halbes Jahr gedauert“, so der Kapitän. Und es ging auch nicht ohne Nebenwirkungen ab. Nachdem die zweite Mannschaft abgemeldet werden musste, sind einige Kicker im Winter zum SV Achsheim gewechselt. Zuletzt gab es drei Siege in Folge. Auch wenn der Zug in Richtung Wiederaufstieg für die Langweider „Fusionäre“ längst abgefahren ist, will man gegen die Aufstiegskandidaten noch das Zünglein an der Waage spielen. Wie zum Beispiel am Ostermontag gegen den Tabellenzweiten VfL Westendorf. Zunächst aber grätscht sich Kapitän Dominik Schachinger, 27, durch die AL-Elferkette.

Bunte oder schwarze Schuhe?

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Schwarze Schuhe, Copa Mundial (lacht). Mein ehemaliger Trainer hat mal gesagt: „Die Stürmer mit den bunten Schuhen, die können nichts. Ahnung haben nur die Fußballer mit schwarzen Schuhen.“

FCA oder FCB?

Von klein auf FCB. 1998 war ich zum ersten Mal im Olympiastadion, habe die Bayern in der Champions League gegen Manchester United gesehen. In den letzten Jahren war es ja eher langweilig bezüglich der Meisterschaft. Deshalb fiebere ich auch mit dem FCA mit, dass der in der Bundesliga bleibt.

Hummels oder Rüdiger?

Für mich ist Mats Hummels noch immer einer der besten Innenverteidiger in Deutschland. Ich kann es nicht nachvollziehen, warum man so einen verdienten Spieler so abserviert und rausgeekelt hat. Ich glaube, Löw wird noch daran zu knabbern haben. Rüdiger hat zwar eine gute Saison gespielt, aber hinter ihm und Süle gibt es kaum mehr Ersatzleute auf diesem Niveau.

Plärrer oder Disco?

Plärrer auf jeden Fall! Mit kompletter Uniform, also in Lederhose und Trachtenhemd über den Platz flanieren. Auch die Musik im Bierzelt gefällt mir. Da darf es gerne Helene Fischer sein. Bei Männerabenden stehe ich mehr auf AC/DC. Musik muss immer zum Anlass passen. Disco ist nicht mehr so meines, ich befinde mich jetzt ja doch schon im gesetzteren Alter.

Ordnungsfanatiker oder Chaot?

Ich habe in Kempten, wo ich Gesundheitsmanagement studiere, meine eigene Bude. Da kannst du nicht den Chaoten raushängen lassen, sonst wird es sehr schnell unwohnlich.

Frühaufsteher oder Langschläfer?

Frühaufsteher würde ich sagen. Meine größten Hobbys nach Fußball sind Skifahren und Wandern. Da musst du früh raus. Das macht mir auch nichts aus. Wenn eine Feier mal etwas länger gedauert hat, schlafe ich aber auch entsprechend aus.

Weißbier oder Weißwein?

Eher Bier. Es kann auch Weißbier sein. Ich trinke aber auch mal ein Glas Wein oder eine Schorle. Cocktails eher weniger, Schnaps gar nicht. Wenn man Gesundheitsmanagement studiert, weiß man, wie schädlich das ist. Am Samstagabend habe ich mir striktes Alkoholverbot auferlegt (lacht). Als Kapitän muss man schließlich mit gutem Beispiel vorangehen.

Fisch oder Fleisch?

Fleisch. In jeglicher Form und am liebsten vom Grill. Mit einer eigenen Wohnung muss man wohl oder über auch mal selbst kochen. Das bekomme ich ganz gut hin. Da gibt es dann auch viel Gemüse oder Pasta.

Grätscher oder Techniker?

Als Innenverteidiger ist es schwer, zu sagen: „Ich bin Techniker“ (lacht). Also eher Grätscher. Ich pflege eine körperbetonte Spielweise. Das ist vor allem in der A-Klasse nötig. Ich bemühe mich aber, den Ball nicht nur blind wegzuklöppeln, sondern gleich etwas für den Spielaufbau tun.

Kraftraum oder Waldlauf?

Ich habe mich schon zweimal mit einem Kreuzbandriss durch die Reha geplagt. Das war ätzend. Deshalb kann ich mit Fitnessstudios nichts mehr anfangen. Da gehe ich lieber Joggen im Wald und an der frischen Luft.

A-Klasse oder Kreisklasse?

Das Ziel ist irgendwann mal wieder die Kreisklasse. Heuer spielen wir zwar nur noch um die „Goldene Ananas“, aber ich persönlich will unbedingt nochmals aufsteigen. Da hätte ich Bock drauf, wenn ich schon vom SV Stettenhofen nach dessen Auflösung zum FC Langweid wechseln werde. In meinem Alter muss man sich mit so etwas motivieren.

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