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deuringen

17.11.2019

Mit der Faust und mit dem Fuß am Ball

Felix Färber und sein Bruder David spielen neben Faustball beim TV Augsburg auch noch Fußball bei der SpVgg Deuringen.
Bild: Siegfried Kerpf

Felix Färber kickt für die SpVgg Deuringen in der A-Klasse und spielt Faustball in der 1. Bundesliga

Es gibt wenige Vereine in der Fußball-A-Klasse, die zwei Bundesligaspieler in ihrem Kader stehen haben. Bei der SpVgg Deuringen aber kicken mit den im Neusässer Stadtteil Westheim wohnenden Gebrüdern Felix und David Färber zwei junge Männer, die gleichzeitig auch in der Bundesliga spielen – allerdings Faustball. Mit dem TV Augsburg haben sie sogar den Sprung in die 1. Liga geschafft, mit der SpVgg Deuringen wollen sie in die Kreisklasse aufsteigen, wie Felix Färber (25) beim Dribbling durch die AL-Elferkette verrät..

1Fußball oder Faustball?

Beides. Mein Bruder David und ich spielen Faustball schon seit wir drei Jahre alt sind. Unsere Eltern haben beide Faustball gespielt und uns dazu gebracht. Aber das geht ganz gut zusammen. Wenn im Fußball Pause ist, beginnt die Saison im Faustball. Sowohl im Sommer als auch im Winter in der Halle. Zurzeit spielen wir am Samstag Faustball und am Sonntag Fußball. Beim körperlosen Faustball kommt es auf kurzen, schnellen Antritt an, beim Fußball auf Körperlichkeit und Ausdauer. Sollte es terminliche Überschneidungen geben, spielen wir da, wo mehr Not am Mann ist. Zuletzt war das Faustball, weil wir mit dem TV Augsburg in die erste Bundesliga aufgestiegen sind. Mein „großer, kleiner Bruder“ (Anm. d. Red.: Felix ist 1,81, David 1,91 Meter groß) kann sich momentan ganz auf Faustball konzentrieren, denn beim Fußball er ist gerade wegen einer Roten Karte gesperrt. (lacht)

Mit der Faust und mit dem Fuß am Ball

2Ronaldo oder Messi?

Klar Ronaldo. Ich mag Messi nicht, weil er so über den Platz schleicht und nicht die Präsenz eines Ronaldo hat. Mein persönliches Vorbild war immer Bastian Schweinsteiger. Ein alter Kämpfer, der wie ich auf der Sechs gespielt hat.

3 FCA oder FCB?

Diese Frage nimmt auch in unserer Familie großen Raum ein. Ich halte grundsätzlich zu den Bayern. Mein Vater ist ein großer FCA-Fan. Er ist umgeschwenkt, weil ihm die Bayern zu arrogant sind. (lacht) Wenn das Derby stattfindet, muss auch ich FCA-Fan sein.

4 Ordnungsfanatiker oder Chaot?

Ordnungsfanatiker. Ich brauche eine gewisse Ordnung. Mein Zimmer ist immer aufgeräumt. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn ich nächstes Jahr von zu Hause ausziehe. Auch der tägliche Ablauf mit Uni und viel Sport muss strukturiert sein. Und für die Freundin will man ja schließlich auch noch Zeit haben. Früher haben wir übrigens neben Fußball und Faustball auch noch Inline-Hockey gespielt. Gut, dass ich Frühaufsteher bin. Ich bin morgens fitter als am Abend.

5Weißbier oder Weißwein?

Ganz klar das Weißbier! Nach den Trainingseinheiten gehört das zur Entspannung danach einfach dazu.

6Fisch oder Fleisch?

Ich mag keinen Fisch, deshalb Fleisch. Unsere Mama kocht gut und viel. Wir essen aber auch jede Menge. Spezialität des Hauses ist Mamas Schweinebraten.

7 Schafkopf oder Play Station?

Momentan eher Play Station. Es geht aber auch nichts über eine gute Schafkopfrunde oder einen gemütlichen Canasta-Abend mit Freunden.

8 Helene Fischer oder AC/DC?

(lacht) Eigentlich keines von beiden. Wenn ich mich entschieden muss, dann eher AC/DC. Das läuft neben Dance oder Electro schon mal bei uns in der Kabine zur Motivation oder Stimulation. Ich stehe eher auf das Hip-Hop-Genre oder auf deutschen Rap.

9Grätscher oder Techniker?

Ich würde mich eher als Techniker beschreiben, weil ich versuche, die Situationen spielerisch zu lösen. Wenn es zum Abräumen kommt, kommt schon mal die Grätsche raus. Aber ich bin nicht der Hacker. Ich würde da eher am Trikot ziehen.

0 Kraftraum oder Waldlauf?

Neben zweimal Fußball- und zweimal Faustball-Training gehen mein Bruder und regelmäßig auch noch ins Fitnessstudio. Die Übungen für Rumpfmuskulatur und Rücken sind vor allem für das Fasutball wichtig. Da verzieht man sich sonst leicht.

!A-Klasse oder Kreisklasse?

Hoffentlich bald wieder Kreisklasse. Viele Ausfälle und Abwesenheiten bereiten uns bei der SpVgg aber momentan Probleme. Dazu kommt, dass wir in den letzten beiden Spielen auch Pech mit dem Schiedsrichter hatten. Das Ziel ist ganz klar die Kreisklasse, dafür spielen wir. Wir wollen als Sportler schließlich etwas erreichen. Interview: Oliver Reiser

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