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Wirtschaft

14.03.2011

Ab April wird im Innovationspark gebaut

Das Millionenprojekt, das Zukunftstechnologien nutzbar machen soll, startet mit dem Bau des Fraunhofer-Instituts

Wo momentan noch Wiesen und Felder liegen, sollen sich Wissenschaft und Forschung bald in bare Münze verwandeln: Der Innovationspark, über den seit Jahren gesprochen wird, nimmt ab April konkretere Formen an. Das Fraunhofer-Institut und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) werden im Univiertel im April mit dem Bau ihrer Niederlassungen beginnen. Damit fällt der Startschuss für eines der größten Wirtschaftsprojekte der Stadt.

Es geht letztlich um nichts Geringeres, als einige bestehende Industriezweige in Augsburg mit tausenden Arbeitsplätzen fit für die Zukunft zu machen und hunderte neue hoch qualifizierte Arbeitsplätze nach Augsburg zu holen. OB Kurt Gribl (CSU) hat den Innovationspark zu einem seiner „Ankerprojekte“ in seiner Regierungszeit erklärt.

Im Grunde soll der Innovationspark ein großes Gewerbegebiet werden, in dem aber nicht produziert, sondern vor allem entwickelt und geforscht wird. Und das soll so gehen: Kohlefasern, mit Harz ausgegossen, werden in den kommenden Jahren im Fahrzeug- und Flugzeugbau weiter das klassische Metall verdrängen. Kohlefaser ist leicht, aber teuer, und nicht für jede Anwendung ist der Werkstoff ohne Weiteres geeignet.

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Hier will Augsburg punkten. Wie kann billiger produziert werden? Unter welchen Bedingungen ist der Stoff für bestimmte Zwecke geeignet, etwa zum Bau von Lkw-Anhängern? Wie bringt man ein neues Teil zur Serienreife? Um hier weiterzukommen, braucht die Industrie die Wissenschaft. Man wolle die Akteure „in Rufweite zusammenbringen“, sagt Wolfgang Färber, der im Wirtschaftsreferat der Stadt das Projekt leitet. Auch Entwicklungen im Bereich Mechatronik, also etwa Roboter, sind von Interesse, um später in hoher Stückzahl produzieren zu können. Die Branchen IT und Umwelt sollen die Palette abrunden.

Neben dem Fraunhofer-Institut und dem DLR will sich die Universität einbringen, etwa mit dem neuen Wirtschaftsingenieurs-Studiengang. Eigentliche Keimzelle wird aber das Technologiezentrum, das die städtische Tochter WBG baut. Baubeginn soll in einem Jahr sein. Mit Erdarbeiten soll noch heuer begonnen werden.

Verantwortliche haben große Unternehmen im Auge

Das Technologiezentrum ist ein mehrstöckiges Gebäude mit Hallen, Labors und Büros. Hier sollen Firmen für bestimmte Projekte einen Teil ihrer Entwicklungsabteilungen hinverlegen und von der Nähe zueinander und zur Wissenschaft profitieren. Im Auge hat man vor allem Autohersteller und -zulieferer sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie. Bis Mitte des Jahres soll feststehen, wer kommt. „Wenn wir die großen Unternehmen bekommen, dann zieht das auch kleinere Betriebe nach sich“, hofft Färber.

Langfristig will die Stadt aber noch mehr. Zwischen Messe im Norden und Fujitsu im Süden sollen sich Firmen aus den einschlägigen Branchen dauerhaft ansiedeln, um zu entwickeln. Einen Bebauungsplan hat die Stadt Augsburg inzwischen so gut wie fertig. Er sieht nach Vorschlägen von Architekt Kees Christiaanse Parzellen für Firmengebäude, Grünflächen und sogar ein Straßenbahngleis (abgehend von der Stadion-Linie) vor.

Bis zu 500 Millionen Euro könnten investiert, bis zu 5000 Arbeitsplätze angesiedelt werden, so die Hoffnungen. "Kommentar

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