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Querelen

12.05.2015

AfD ist genervt vom Zoff in der Parteispitze

Thomas Lis

Im Richtungsstreit auf Bundesebene nimmt der Augsburger Fraktionsvorsitzende Thomas Lis klar Stellung. Er fürchtet, dass der Konflikt Folgen für die Stadtratsarbeit hat.

In der Alternative für Deutschland (AfD) tobt auf Bundesebene ein Führungsstreit, an dessen Ende Bundesvorsitzender Bernd Lucke womöglich aussteigt und mit Mitstreitern eine neue Partei gründet. Diese Krise der AfD lässt die politisch Verantwortlichen in Augsburg nicht unberührt.

Thomas Lis, Fraktionschef der AfD im Rathaus und zugleich stellvertretender Landesvorsitzender, ist genervt und sagt dies auch deutlich: „So etwas macht unsere politische Arbeit vor Ort nicht leichter, dieser Konflikt ist wahrlich nicht motivationsfördernd.“

Lis ist auch deshalb genervt, weil er alle paar Wochen zur Zukunft der AfD die immer gleichen Angaben machen kann. Lis und mit ihm der Großteil der Augsburger AfD-Mitglieder steht voll hinter Lucke. Lis selbst hatte sich schon einmal als kritischen „Luckianer“ bezeichnet. Höchst bedauerlich findet es der Fraktionsvorsitzende, „dass der Führungsstreit letztlich durch persönliche Ambitionen“ immer mehr an Fahrt aufnehme.

Die AfD in Augsburg stehe für Realpolitik, so wie dies auch Lucke vorschwebe. „Gegen alles zu sein, ist nicht unser Ding“, sagt Lis, der mit drei weiteren Kollegen im Stadtrat sitzt. Das Wort der AfD-Fraktion findet in Sitzungen Gehör. Nach gut einem Jahr im Stadtrat gibt es auch von der politischen Konkurrenz keinen Grund zur Klage über das Agieren der AfD-Leute in Augsburg. Lis sagt: „Die Arbeit im Stadtrat hat natürlich mit dem Bund wenig zu tun.“

Forderung: Nach rechts abgrenzen

Zurück zum Streit auf der Bundesebene. Politisch hat sich Lis immer klar positioniert: „Meiner Meinung nach ist vor allem eine klare Abgrenzung nach rechts wichtig.“ Auf Landesebene müssten sich die Führungsleute natürlich mit dem Machtkampf beschäftigen. Lis macht sich hier für Lucke stark, das hat der Kommunalpolitiker bereits getan, das tut er jetzt und er wird auch weiterhin tun. Ob es hilft? Am 13. und 14. Juni findet der Bundesparteitag statt.

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