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Wetten, dass..?

30.01.2014

Augsburger Musiker waren mit James Blunt auf der Bühne

Der britische Sänger James Blunt (vorne) ist ein Weltstar. Die Augsburger Benni Benson (l.) und Christoph Schmid traten mit ihm bei „Wetten, dass...?“ auf.
Bild: ZDF

Für Benni Benson und Christoph Schmid ging ein Traum in Erfüllung. Die Musiker traten bei „Wetten, dass…?“ mit dem britischen Weltstar auf.

Der Anruf kam mitten in der Nacht, der Grund war ein erfreulicher: Vor einem Jahr hatte sich der damalige Musikstudent Christoph Schmid bei der Agentur „Music Consulting“ eingetragen, die Musiker vermittelt. Jetzt war sein Typ gefragt: „Ich sollte innerhalb von wenigen Tagen vier Musiker für einen Auftritt bei ,Wetten, dass...?‘ zusammentrommeln. Wir sollten Sänger James Blunt auf der Bühne unterstützen.“

15 Millionen Alben verkauft

James Blunt ist kein Unbekannter: Seit der britische Singer-Songwriter 2005 mit seinem Lied „You’re beautiful“ die Charts stürmte, verkaufte er 15 Millionen Alben. Zurzeit befindet er sich auf Werbe-Tour, im März beginnt seine Welttournee.

Christoph Schmid, 30, griff noch in derselben Nacht zum Telefonhörer und rief seinen Augsburger Freund Benni Benson an. „Ich habe natürlich sofort ja gesagt“, sagt der. Der Augsburger Sänger und Gitarrist spielt selber viele Konzerte, allein im vergangenen Jahr bestritt der Solo-Künstler 50 Auftritte. „Aber mit James Blunt auf der Bühne zu stehen, das ist natürlich noch einmal eine andere Nummer“, meint der 30-Jährige.

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Christoph Schmid und Benni Benson hatten sich 2005 im Downtown-Music-Institut in der Gögginger Straße kennengelernt. Zusammen besuchten sie die Berufsfachschule für Musik in Krumbach. Während Schmid später Musik in Stuttgart studierte, ging Benni Benson zurück nach Augsburg, arbeitete an seiner Karriere als Musiker, gibt inzwischen selber Gitarrenunterricht im Downtown. Mit Benni Benson (Gitarre und Gesang) und Christoph Schmid (Schlagzeug) waren zwei von vier Musikern gefunden. Fehlten noch ein Bassist und ein Keyboarder. „Ich habe weitere Musiker vorgeschlagen. Die wurden aber nicht genommen, da es Vorgaben gab. Die Musiker sollten nicht nur ihr Instrument beherrschen, sondern auch um die 30 Jahre alt sein und dunkelhaarig.“

Den Song hundert Mal geprobt

Die Agentur kümmerte sich um die beiden anderen Musiker, Benson und Schmid erhielten eine Woche vorher das Lied, das am Samstagabend gespielt wurde. „Ich habe es viel zu oft geprobt in der Woche, hundert Mal reichen nicht“, sagte Christoph Schmid.

Erst am Samstag, dem Tag der Live-Sendung, ging es nach Karlsruhe. „Es lief alles sehr professionell ab. Normalerweise wird so lange wie möglich ein Soundcheck gemacht. Dafür hatten wir gerade einmal eine Stunde Zeit.“ James Blunt kam erst am Nachmittag in die Halle, schüttelte seiner von der Agentur zusammengewürfelten Band die Hände. „Er sah total müde aus und war offensichtlich im Jetlag, weil er erst an dem Tag aus China kam“, so Benson. Aber von Starallüren gab es keine Spur. Schmid: „Er war sehr angenehm. Hat zu Beginn gesagt, wie wir das Lied spielen werden. Dann haben wir es vier Mal geprobt. Normalerweise dauert das viermal so lang.“ Beim vierten Durchlauf wurde Pyrotechnik eingesetzt. „Ich war total überrascht, weil ich nicht wusste, an welchen Stellen das Feuerwerk hochgeht und plötzlich stand ich genau dazwischen“, sagte Benson, der aber einfach weiterspielte.

Während James Blunt sich zwischen Probe und Auftritt im Hotel ausruhte, steigerte sich bei den beiden die Nervosität. Bei der Fernsehshow lief dann alles glatt. Ein Bierchen trank James Blunt mit seinen Bandmitgliedern nach ihrem gemeinsamen Einsatz dennoch nicht.

Für den Briten ging es weiter nach Kopenhagen, für Benni Benson und Christoph Schmid ist wieder Alltag angesagt. „Ich habe diese Woche drei kleine Auftritte, will aber jetzt kürzertreten, weil ich an einem neuen Album arbeiten will“, sagt der Augsburger. Schmid ist gerade nach München gezogen und bereitet sich mit seiner Band „Power Percussion“, eine Gruppe aus Schlagzeugern, auf die kommenden Konzerte vor.

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