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27.07.2010

Auto-Randale: Polizei nimmt Fall sehr ernst

Nach wie vor sucht die Polizei nach mehreren Minderjährigen, die im Süden von Hochzoll an mindestens 50 Autos die Außenspiegel abgetreten haben sollen. Der Schaden liegt nach Angaben der Polizei vermutlich bei "deutlich über 10 000 Euro". Ein erfahrener Polizist sagte gestern unserer Zeitung: "An ein solches Ausmaß von Vandalismus bei Autos kann ich mich nicht erinnern."

Die Polizei nehme den Hochzoller Fall sehr ernst, sagt Polizeisprecher Siegfried Hartmann. "Wir ermitteln intensiv, wir sind aber auch auf Hinweise von Zeugen angewiesen." Anwohner haben am Samstagabend eine Gruppe von fünf Minderjährigen im Alter von zehn bis 15 Jahren beobachtet, die für die Sachbeschädigung verantwortlich sein könnte. "Der Schaden ist enorm", sagt Siegfried Hartmann, "auch deshalb ist es wichtig, die Randalierer zu ermitteln."

Die Beamten klären jeden fünften Fall auf

Die Aufklärungsquote bei Sachbeschädigung sei besser als von vielen vermutet, so der Polizeisprecher. Die Statistik zeigt: Rund 1000 Anzeigen wegen beschädigter Autos gingen im vorigen Jahr bei der Polizei in Augsburg ein. Immerhin jeder fünfte Fall wurde geklärt. Wenn die Polizei Verdächtige schnappt, gelingt es oft, ihnen eine Reihe von Taten nachzuweisen. Für den Täter hat das mitunter bittere Konsequenzen: Im vorigen Jahr musste ein junger Mann sogar hinter Gitter, weil er im Domviertel mehrere Spiegel abgetreten hatte. Der Mann war ohne festen Wohnsitz, deshalb ordnete der Richter U-Haft an.

Polizeisprecher Hartmann appelliert an Betroffene, sich die Mühe zu machen und Anzeige zu erstatte. Sachbeschädigung an Autos gilt als Antragsdelikt. Das heißt: Ohne eine Anzeige gibt es kein Strafverfahren. Im Fall von Hochzoll ist die Polizei unter 08 21/323-27 10 zu erreichen.

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