Newsticker

Fast ganz Österreich und große Teile Italiens sind nun Corona-Risikogebiete
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. B17-Sanierung: Wie die Region mit der Baustelle lebt und leidet

Augsburg

18.05.2015

B17-Sanierung: Wie die Region mit der Baustelle lebt und leidet

Auf der B17 staut es sich derzeit wegen der Baustelle. Weil die Ausweichrouten oft noch überlasteter sind, kann es laut Polizei sinnvoll sein, auf der Bundesstraße zu bleiben.
Bild: Anne Wall

Die Sanierung der B17 ist für Autofahrer und Anwohner eine große Nervenprobe. Die 30.000 Fußballfans kamen Samstag aber überraschend gut zur SGL-Arena. Wie es jetzt weitergeht.

Die Baustelle auf der B17 gehört derzeit zu den meistdiskutierten Themen in der Region. Seit Anfang Mai steht je Richtung nur noch eine Spur zur Verfügung. Wegen mehrerer gesperrter Auf- und Abfahrten zwischen dem Holzweg und Leitershofen ist es teils sehr umständlich, ans Ziel zu kommen. Auch die Ausweichrouten sind häufig überlastet. Das bekommen auch die Stadtwerke zu spüren, deren Busse und Straßenbahnen Probleme haben, den Fahrplan einzuhalten.

Weil das so ist und es bei Heimspielen des FC Augsburg ohnehin immer Verkehrsbehinderungen gibt, empfahlen die Stadtwerke den Fußballfans am Freitag, vorsorglich mehr Zeit einzuplanen, wenn sie mit Bus und Straßenbahn zur Arena wollen. Immerhin 30.000 Fans finden in der Arena Platz, die am Samstag gegen Hannover ausverkauft war. Am Ende war es aber weniger dramatisch als befürchtet, wie auch Stephanie Lermen, die Sprecherin der Stadtwerke, bestätigte. Das gilt auch für die Straßen.

Kein Verkehrschaos beim Heimspiel des FC Augsburg

So kam es gegen 14 Uhr zwar zu kleineren Staus, doch der Zeitverlust blieb mit etwa zehn Minuten noch überschaubar. Etwas mehr Geduld mussten Autofahrer beispielsweise auf Höhe des Holzweges aufbringen, wo die Fahrbahn von zwei auf eine Spur verengt wird. Auch in der Kriegshaber- und Neusässer Straße gab es Behinderungen.

Viele Fans entschieden sich aber offenbar, direkt aufs Rad oder die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Dafür spricht, dass auf den Zufahrtsstraßen zur Arena eine halbe Stunde vor Anpfiff bereits gähnende Leere herrschte, auf dem Parkplatz vor dem Stadion mehrere Plätze frei blieben und der Grünstreifen entlang der Bürgermeister-Ulrich-Straße nicht wie sonst weitgehend zugeparkt war. Auch bei der Abreise der Fans nach der Partie gab es nur kleinere Staus.

Gemessen daran, dass Berufstätige mit dem Auto unter der Woche teils eine Stunde von Pfersee nach Oberhausen brauchten, lief alles entspannt. Die Baustelle dürfte aber zumindest diese Woche wieder für Behinderungen auf der B17 und den Ausweichstrecken sorgen. Danach beginnen die Pfingstferien, was zu einer Entspannung der Situation führen könnte, weil viele Urlaub haben.

Tiefbauamtsleiter Weber: Die Arbeiten laufen nach Plan

„Wir arbeiten rund um die Uhr, auch an Wochenenden, um fertig zu werden“, sagt Tiefbauamtsleiter Josef Weber. Fertig sein soll die Baumaßnahme am 6. Juni. Derzeit laufe es „nach Plan“ und die Firmen arbeiten ordentlich, ist der Amtsleiter zufrieden. Einzig das Wetter müsse mitspielen, um den Termin halten zu können, schränkt er ein. Insgesamt sieben Millionen Euro stehen im Haushalt für das Projekt zur Verfügung. „Das wird ausreichen“, versichert Weber.

Auf eine neue Verkehrssituation müssen sich die Fahrer seit Donnerstag auf der Bundesstraße einstellen. Der Verkehr wurde auf die bereits erneuerten Bereiche umgelegt, um jetzt mit den Sanierungsarbeiten auf den noch nicht erneuerten Fahrbahnabschnitten fortfahren zu können. Dadurch verändern sich auch die Möglichkeiten, wo jetzt das Auf- beziehungsweise Abfahren auf die B17 möglich ist.

Belastungsprobe für Autofahrer und Anwohner

Starke Nerven brauchen aber nicht nur die Autofahrer, sondern vor allem Anwohner, die den Dauerstau derzeit den ganzen Tag vor der Haustür haben. Lärm, Abgase und gereizte Autofahrer gibt es gratis dazu. Ans Lüften ist untertags nicht zu denken, dass geht erst, wenn der Berufsverkehr durch ist. „Die jetzige Situation ist schon extrem“, sagt beispielsweise Barbara Huß, die seit 1961 in der Kriegshaberstraße wohnt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren