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Kriegshaber

05.03.2009

Brücken schlagen beim Stadtumbau in Kriegshaber

Kaum ein Stadtteil hat in den vergangenen Jahren sein Gesicht derart verändert wie Kriegshaber. Durch die Umwandlung der amerikanischen Kasernen- und Wohnflächen ist er immens gewachsen. Dieser Trend wird sich fortsetzen, wenn die Bagger auf dem Reese-Areal anrücken. "Brücken schlagen - Altes und Neues verbinden" lautet die Devise. Eine Aufgabe, bei der sich auch die Bürger einbringen sollen.

Ihre Ideen und Visionen für das Kriegshaber der Zukunft sind gefragt. Eine Veranstaltung am Mittwoch, 18. März, ab 19.30 Uhr im Pfarrsaal Heiligste Dreifaltigkeit bietet dazu Gelegenheit. Der Abend dient als Auftakt für den "Stadtumbau West". Von diesem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm soll neben Pfersee in den nächsten Jahren auch Kriegshaber profitieren.

Urbanes Wohnen begleitet Entwicklungsprozess

Im Auftrag des Stadtplanungsamtes wird wie gewohnt das Team des Vereins "Urbanes Wohnen" den Entwicklungsprozess begleiten. "Es geht darum, Verbindungen zwischen den einzelnen Bereichen des Stadtteils zu schaffen", sagt Stadtplaner Markus Michl. Daher sind die Krieghaberer beispielsweise aufgerufen, zu überlegen,

Brücken schlagen beim Stadtumbau in Kriegshaber
  • was die verschiedenen Nachbarschaften im Stadtteil verbindet,
  • wie die Lebensqualität aller Generationen gesteigert werden kann,
  • wie sich die Energieknappheit auf das Wohnen und die Mobilität auswirkt und vieles mehr.

Der Abend soll auch dazu dienen, das Besondere an Kriegshaber herauszustellen. Die Städteplaner interessieren sich dafür, wie es sich als Kind, Jugendlicher, als Familie oder als Senior im Stadtteil lebt. Es geht auch darum, zu erfahren, was bereits erreicht wurde und welche Vorhaben dringend angegangen werden sollen.

Auch soziale Angebote zählen dazu

Ob Kuka-Halle, Nahversorgung, Umbau der Ulmer Straße oder die Auswirkungen des Stadtberger Gewerbegebiets auf Kriegshaber - Michl fallen auf Anhieb einige Top-Themen ein, und er ergänzt: "Mit Stadtumbau sind auch soziale Angebote gemeint wie etwa Kindertagesstätten, Schule oder Senioreneinrichtungen." Zusätzlich sei das Areal um das Gaswerk in Oberhausen dem Projektgebiet zugeschlagen worden.

Welche Veranstaltungen nach dem Auftakt am 18. März folgen, kann Michl noch nicht sagen. Im Umbaugebiet Pfersee (zu dem auch die eigentlich auf Kriegshaber Flur befindlichen Wohnviertel Cramerton, Centerville-Süd und Supply-Center zählen) wurde 2007 eine Bestandsaufnahme erarbeitet und in Nachbarschaftsforen vorgestellt. Die Bürger waren auch beim Erarbeiten der Perspektiven mit im Boot.

In jedem Fall, so der Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes, werde sich der Stadtumbau West über mehrere Jahre hinziehen. Nach seinen Angaben sollen ein Zielkonzept und ein Maßnahmenkatalog erarbeitet werden. "Der Stadtrat muss dann gewichten und auswählen." Denn auch wenn es sich um ein Bund-Länder-Förderungsprogramm handele, müsse die Stadt einen Eigenanteil leisten. "Kommentar Seite 1

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