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Illertissen

06.03.2018

Das ist das Konzept für den Waldkindergarten

Für den Naturkindergarten in Illertissen geht es in die letzte Phase vor der Eröffnung im Juni.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbol)

In drei Monaten geht es im Naturkindergarten Illertissen los. Toiletten sind dort nach wie vor nicht vorgesehen

Der geplante Naturkindergarten in Illertissen sorgte in den vergangenen Wochen für viel Diskussion. Der Grund: Auf dem Kindergartenareal wird es keine Toiletten geben. Stattdessen sollen die Kinder an einen Baum gehen, um sich zu erleichtern. Das kommt nicht überall gut an. Bei einem Infoabend im Mehrgenerationenhaus standen die künftigen Leiterinnen des Kindergartens, Sandra Jakob und Peggy Kaufmann, den Besuchern Rede und Antwort.

Dabei fiel auf: Das Thema Toilette im Wald ist für die Eltern nach wie vor wichtig. Kerstin Breymaier, Hauptamtsleiterin der Stadt Illertissen, bestätigte: „Es wird im Wald keine Toiletten geben.“ In dringenden Notfällen könne man aber die Anlagen der Staudengärtnerei Gaißmayer verwenden. Und Kaufmann fügte an: „Unter Tags gibt es feste ‘Bieselzeiten’.“ Dann sollen die Kinder in abgegrenzte Bereiche gehen, um sich dort zu erleichtern. Und das große Geschäft vergraben die Kinder nach Angaben der zukünftigen Leiterinnen einfach im Wald. Sandra Jakob gab aber Entwarnung: „Im Normalfall gewöhnen sich die Kinder den vormittaglichen Stuhlgang einfach ab und heben es sich für den Nachmittag auf, wenn sie daheim sind.“

Die Kinder werden aber nicht bei jedem Wetter draußen sein. Gerade im Winter werde man öfter einen Bauwagen benutzen, der als Gruppenraum dient. „Aber auch dann werden wir viel Zeit draußen verbringen“, sagte Kaufmann. Für die Erstausstattung des Kindergartens und den Gruppenraum sind in diesem Jahr 30000 Euro im Haushalt der Stadt vorgesehen.

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Neben der Toilettenfrage beschäftige viele Eltern auch das Thema Gefahren in der Natur. So fragte ein Vater, was die Verantwortlichen gegen Zecken unternehmen wollten. Das Konzept des Kindergartens sieht dabei eine enge Absprache mit den Eltern vor. Das heißt: Wenn die Erzieherinnen eine Zecke entdecken, werden die Eltern informiert und die entscheiden dann, wer diese entfernen soll. Generell empfahlen Jakob und Kaufmann, die Kinder nach einem Tag im Kindergarten auf Zecken zu untersuchen. Eine Impfung sei aber nicht zwingend nötig, sagten sie.

Ab 1. Juni soll es am Waldrand in Illertissen losgehen. Dann wird der Kindergarten wochentags zwischen 7.30 Uhr und 13 Uhr geöffnet sein. Der Sommer diene vorerst als Einführungsphase. „Wir rechnen mit ungefähr sieben Kindern“, sagte Kaufmann. Ab September gehe es für die geplanten 18 Kinder richtig los. Wer sein Kind für das kommende Jahr anmelden möchte, kann das nur noch heute tun.

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