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Generalmusikdirektor

20.12.2014

Der neue Chef heißt Domonkos Héja

Gestern fiel eine schnelle Entscheidung mit „breitester Mehrheit“ für den ungarischen Dirigenten

Augsburg hat einen neuen Generalmusikdirektor. Schneller als ursprünglich in diesem Findungsverfahren erwartet, haben sich gestern Intendanz, Orchester, künstlerische Vorstände des Theaters und der Augsburger Kulturreferent für den Ungarn Domonkos Héja entschieden – und zwar mit „breitester Mehrheit“, wie Kulturreferent Thomas Weitzel am Abend noch mitteilte. Weitzel: „Wir haben das Verfahren vorzeitig abgebrochen, weil wir uns im Grundsatz einig waren.“ Auch Oberbürgermeister Gribl sei bereits informiert.

Domonkos Héja, 1974 geboren und ehemaliger Generalmusikdirektor der Staatsoper Budapest, hatte in Augsburg mit zwei Probedirigaten nahezu rundherum überzeugt: mit einer „Jenufa“-Aufführung im Oktober und am vergangenen Montag und Dienstag mit einem fulminanten Symphonieorchesterkonzert in der Kongresshalle, wo er vor allem eines bewies: dass er musikalisch hervorragend gestalten kann. Die Reaktionen des Publikums nach dem Konzert waren denn auch außergewöhnlich und allgemein positiv.

Domonkos Héja wird seine Position bereits am 1. September 2015 antreten können, wenn auch noch nicht mit voller Kraft, weil er im Herbst noch für eine Gastspielreise in Taipeh verpflichtet ist. Die wichtigsten Vertragsparameter sind laut Weitzel mit Héja bereits besprochen und fixiert – nun gelte es nur noch, den Vertrag auch zu unterschreiben. Bereits im Neuen Jahr könnten dann erste Spielplanabsprachen im Theater stattfinden. Intendantin Juliane Votteler sprühte gestern zu der Wahl: „Ich bin überaus glücklich, weil ich finde, dass Héja außerordentliche Qualität gezeigt hat, sowohl bei ,Jenufa‘ als auch im Sinfoniekonzert, wo er mit seiner Motivation Tolles herauskitzelte.“

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Durch die „breiteste Mehrheit“ für Domonkos Héja wird nun also das Findungsverfahren vorzeitig abgebrochen, damit – so Weitzel – „wir uns nicht zerreden“. Zumal es gegen die beiden neben Héja noch verbliebenen Kandidaten Vorbehalte von unterschiedlichen Seiten gab.

In der ersten Runde der Suche nach dem Nachfolger des in Augsburg überaus geschätzten GMD Dirk Kaftan hatte es intern stark differierende Ansichten über die Qualitäten der angetretenen sechs Dirigenten gegeben – von denen dann letztlich keiner genommen wurde.

Die zweite Findungsrunde unter Kulturreferent Weitzel besaß deutlich besseren Zug. Das Ergebnis jetzt ist stark begrüßenswert.

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