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Augsburg

23.02.2018

Diese neuen Läden kommen in die Augsburger Altstadt

Gleich fünf Geschäfte verlassen ihre Standorte in der Augsburger Altstadt. Doch es gibt bereits Nachfolger.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Gleich fünf Geschäfte verlassen ihre Standorte in der Augsburger Altstadt. Doch es gibt bereits Nachfolger, die mit neuen Konzepten starten wollen.

Die Galerie bei der Komödie hat bereits geschlossen, die Augsburger Schuhkiste ebenfalls, das Antik- und Raritätenstüberl gibt es noch bis April und die AH Taschenboutique schließt voraussichtlich Ende Mai. Dann sind diese vier Läden der Altstadt Geschichte – teils nach langen Jahren Betrieb. Über ihren Abschied hatten wir bereits im Dezember berichtet.

Jetzt hat auch noch "Salz des Lebens" am Mittleren Lech 35 die Schließung zum 31. März bekannt gegeben. "Ziel war es nie, große Gewinne zu erzielen, der Laden war Leidenschaft und Freude. Aber daraus ist jetzt eine finanzielle Belastung geworden", begründet Mitinhaberin Petra Schütze die Entscheidung. Während sie mit ihrer Kosmetik zum Frisörsalon "Trend" in die Katharinengasse zieht, wird der Modebereich von "Salz des Lebens" komplett aufgegeben. Damit hören insgesamt fünf Läden innerhalb kurzer Zeit an ihrem Standort in der Altstadt auf.

Die Augsburger Altstadt ist bei Unternehmen gefragt

Für Johannes Althammer vom Altstadtverein sind solche Nachrichten nicht schön, aber auch kein Grund zu verzweifeln. "Die Altstadt ist von Unternehmen gut nachgefragt", erzählte er schon im Dezember. Entstehende Lücken würden daher schnell geschlossen. Das bestätigen nun auch die neuesten Entwicklungen.

So ist die Ladenfläche der ehemaligen Schuhkiste bereits wieder vermietet. Das Augsburger Unternehmen Magnifacere wird hier im Frühling seinen Laden "Avie Boutique" eröffnen. Dann will Inhaberin Stefanie Demmer Kinderkleidung bekannter Markenhersteller und Accessoires aus der eigenen Fertigung anbieten. Dazu gehören unter anderem handgefertigte Hüllen für den Mutterpass, Lenkertaschen aus Stoff für Kinderfahrräder oder Stifterollen. Bisher konnte man diese Produkte, die in der Manufaktur am Judenberg hergestellt werden, lediglich über das Internet auf der Dult oder dem Christkindlesmarkt kaufen.

Bald eröffnet eine Bonbon-Manufaktur

Besonderes wird es schon bald auch in den ehemaligen Räumen der Galerie bei der Komödie geben. Im rechten Gebäudeteil zieht die Bonbon-Manufaktur Augsburg ein. Gleich daneben eröffnet eine Galerie für zeitgenössische Kunst. Ottilie Leimbeck-Rindle wird die Ateliergalerie "Facette" voraussichtlich im April eröffnen und regionalen, überregionalen und internationalen Künstlern eine Fläche bieten.

Für die AH Taschenboutique, ist die Nachfolge ebenfalls geregelt. Am 1. Juni eröffnet "Kadoh", ein Laden für Mode und Wohnaccessoires. "Hier wird es Produkte geben, die man so nirgendwo anders findet", verspricht Inhaberin Sabine Schubert. Bisher betreibt sie ein Geschäft in der Sendlinger Straße in München.

Spezialitätengeschäfte sollen dem Online-Handel besser trotzen

Unklar bleibt somit nur, wer das Antik- und Raritätenstüberl nachbesetzen wird. Der Besitzer des Ladens geht die Suche nach neuen Mietern eigenen Angaben nach langsam an. Auch die Pläne für "Salz des Lebens" sind unbekannt." Die Nachfrage für Altstadtlagen ist aber definitiv da", bekräftigt Althammer erneut und hat keine Sorge, dass auch hierfür zeitnah eine Lösung gefunden wird. Einziges Problemkind sei die Fläche im Gebäude Max 23 direkt am Judenberg."Hier ist der Preis einfach zu hoch", glaubt er.

Was sich in der Altstadt ändern wird, sind nicht nur die Ladengeschäfte, sondern auch das Angebot. "Es geht mehr Richtung Spezialitäten und besonderer Angebote", erzählt Althammer. Diese Geschäfte könnten dem Onlinehandel besser trotzen, glaubt er. Gerade die Spezialitätenläden der Altstadt laufen seiner Wissens nach "sehr gut". Dass sich der Handel in der Altstadt dahingehend verändert, findet der Vertreter des Altstadtvereins nicht schlimm. Im Gegenteil: "Das Angebot wird breiter. Das ist gut."

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