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Augsburg

11.05.2020

Einsatz in Wertachstraße: Psychisch auffälliger Mann verletzt Polizisten

Ein Polizeieinsatz in der Wertachstraße sorgte am Samstag für Aufsehen.
Bild: Stephan Hille (Leserfoto)

Bei dem Polizeieinsatz in der Wertachstraße wurde ein Polizeibeamter verletzt. Die Polizei nennt nun mehr Details zu dem Vorfall. Auch ein Augenzeuge meldet sich.

Es war am Samstag kurz nach 14 Uhr, als bei der Polizei in Augsburg mehrere Notrufe eingingen. Grund war eine "psychisch auffällige Person", wie es ein Polizeisprecher auf Nachfrage am Wochenende formulierte. Demnach rastete ein Mann auf offener Straße aus. Er warf seine Sachen auf die Fahrbahn und lief mit einem Koran in der Hand auf den Straßenbahngleisen umher. Jetzt am Montag wurden noch mehr Details von Seiten der Polizeipressestelle bekannt.

Ein Sprecher schildert, was sich am Samstag in der Wertachstraße abgespielt hat. Demnach ist der Mann mitten auf der Straße umher gelaufen und hat dabei herumgeschrien. Mehrere Autos mussten wegen ihm anhalten. Als die erste Polizeistreife eintraf, griff der 31 Jahre alte Mann die Beamten sofort an. Einer von ihnen wurde dabei an der Schulter verletzt. 

Augsburger Polizei: "Mann war hochgradig aggressiv"

Erst mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte und mit Einsatz von Pfefferspray konnte der laut Polizei hochgradig aggressive Mann überwältigt werden. Der Einsatz auf der Fahrbahn der Wertachstraße hatte kurzfristig auch Auswirkung auf den öffentlichen Nahverkehr. Die Straßenbahn der Linie 2 konnte nicht weiterfahren.

Wie der Polizeisprecher weiter berichtet, zeigte der Mann massive psychische Auffälligkeiten und musste deshalb im Bezirkskrankenhaus untergebracht werden. Der verletzte Beamte wurde vom Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung in die Uniklinik gebracht. Er ist bis auf Weiteres dienstunfähig. Gegen den Beschuldigten wird nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ermittelt.

Augenzeuge berichtet von Einsatz in Wertachstraße

Stephan Hille wurde Augenzeuge des Vorfalls am Samstagnachmittag. Wie er unserer Redaktion erzählt, habe er für den verletzten Polizisten den Rettungsdienst gerufen, während dieser über Funk Verstärkung anforderte. Bemerkenswert, so Hille weiter, sei die hohe Zahl an "Gaffern" gewesen. "Niemand sonst war bereit den verletzten Polizisten zu helfen, lediglich Geschäftsanssässige und meine Wenigkeit." Dafür sei viel fotografiert und gefilmt worden, was auch die Polizei verärgert habe. Die Polizei habe den Passanten angeboten, Fotos machen zu können wenn sie wollten, meint der Augenzeuge. "Reagiert hat niemand darauf. Man hat die Polizei überhört, ignoriert."

Im Nachhinein könnte es für die Polizei jedoch von Nutzen sein, dass gefilmt wurde. Die Polizei bittet nämlich Zeugen, die den Vorfall gefilmt haben, sich bei der Polizeiinspektion-Mitte unter 0821/323-2110 zu melden.

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Die Diskussion ist geschlossen.

12.05.2020

Hallo Herr S.

Das Foto dass ich gemacht habe ist unbedenklich, da weder Täter noch andere Personen eindeutig zu erkennen sind, und das Foto entstand aus einer größeren Entfernung.

Der Unterschied zwischen der ersten Version des Beitrags von Frau Marks und der aktuellen Fassung ist der, dass nun Details zum Ereignis vorliegen die vorher fehlten und so von der Pressestelle der Polizei nicht oder noch nicht bekannt und entsprechend freigegeben wurden.

Dem verletzten Polizisten zu helfen bestand nicht nur darin dass ein Rettungsassistent zugegen war, sondern auch darin, den Täter von dem verletzten Polizisten fernzuhalten, gab dieser ein mögliches Ziel ab, für etwaige weitere Angriffe. Sie waren ja nicht vor Ort Herr S.

Des Weiteren halte ich es für sinnlos, die Kommentarfunktion der Augsburger Allgemeine dafür zu mißbrauchen, eine endlose Diskussion darüber zu führen, wie was warum passiert ist und wie es zu handhaben ist. Sicherlich habe ich Frau Marks dafür kritisiert, habe auch mit Frau Marks telefoniert und alles ist soweit in Ordnung, Herr S.

Gerne können wir uns privat ausstauschen, wenn Sie möchten, und dann können wir auch diskutieren was angemessen ist und was nicht.

MfG

Permalink
12.05.2020

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Man muss nicht vor Ort gewesen sein, um Ihrer Äußerung
"....Korrektur des Artikel, der so nicht richtig ist und nicht
der Wahrheit entspricht" (Bildschirmausdruck vom
10.05.2020) nachzugehen.

Die von Ihnen bemängelte endlose Diskussion unter Miß-
brauch der Kommentarfunktion :-- ) hat immerhin geklärt,
dass die erste (knappe) Version weder "so nicht richtig"
noch "nicht der Wahrheit entsprechend" war, - zwar knapp
gefaßt, aber nicht falsch..

Verstehe ich damit obigen zweiten Absatz richtig?

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11.05.2020

Hallo Herr S.

die Polizei lädt immer wieder mal die Gaffer dazu ein, Fotos zu machen. Damit will die Polizei darauf aufmerksam machen, wie unangebracht derartiges Verhalten ist, und sogar mittlerweile eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat darstellt. Ganz sicher meinte es der einladende Polizist nicht freundlich :-)

Permalink
11.05.2020

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Auch wenn Sie es so wie gedruckt formuliert haben sollten,
sollte es die Presse verständlicher rüberbringen.
Übrigens:
Wenn schon "Geschäftsansässige und meine Wenigkeit" (Sie)
dem einen verletzten Polizisten geholfen haben, dann bestand
doch für zusätzliche Hilfe kann Anlaß , oder ?
Und:
Neben den "Gaffern" haben doch auch Sie fotografiert, wie das
im aktuellen Artikel veröffentlichte Foto ("Bild: Stephan Hille
(Leserfoto")) zeigt?!

Zum ursprünglichen (kurz gefaßten) Artikel schrieben Sie in
Ihrem zweiten Kommentar (also öffentlich), dass dieser so
nicht richtig sei und nicht der Wahrheit entspreche (ohne
konkret zu werden).
Worin sehen Sie nun den wesentlichen Unterschied (hin-
sichtlich Richtigkeit und Wahrheit) zwischen den beiden
Fasssungen?

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Permalink
11.05.2020

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Da heißt es im vorletzten Absatz (Stand 17:03 Uhr):

"Dafür sei viel fotografiert und gefilmt worden, was auch die Polizei verärgert habe.
Die Polizei habe den Passanten angeboten, Fotos machen zu können wenn sie wollten, meint
der Augenzeuge. "Reagiert hat niemand darauf. Man hat die Polizei überhört, ignoriert." "

Das klingt schon ein bischen wirr - Aufklärung ist angebracht.

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