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Augsburg

03.08.2019

Es gibt zwei neue Lokale in Augsburg – und eines wird wiedereröffnet

Der Thorbräukeller ist nun fertig renoviert. Es wird wieder warm gekocht und nächste Woche gibt es eine Wiedereröffnungsfeier.
Bild: Ina Marks

Plus Über ein Jahr nach dem Brand ist der Thorbräukeller wieder normal in Betrieb. Die Wirtin will das feiern. In der Stadt gibt es außerdem zwei neue Restaurants.

So gestrahlt hat Wirtin Doris Gabriel vermutlich schon lange nicht mehr. Endlich ist der Thorbräukeller fertig. Seit Anfang Juli gibt es wieder warme Küche, das Baugerüst ist weg, innen ist alles eingerichtet. Über ein Jahr hat die Renovierung nach dem verheerenden Brand gedauert. Jetzt ist der Thorbräukeller in der Heilig-Kreuz-Straße komplett wieder hergestellt.

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Im Augsburger Thorbräukeller wird wieder gekocht

In der Küche, wo das Unheil nach einem Fettbrand seinen Lauf nahm, wird jetzt wieder gekocht. Von Schweinebraten, Kässpatzen, Schnitzel über Flammkuchen bis hin zu Salaten und Brotzeiten reicht die Tageskarte. Am Mittwoch, 7. August, laden die Wirtin und ihr Lebensgefährte Tobias Kluge ab 17 Uhr zu einer Wiedereröffnung ein. „Es gibt Freibier, solange es reicht.“ Doris Gabriel ist heilfroh. „Denn natürlich stellt man sich nach so einer Katastrophe irgendwann die Frage, ob man nicht lieber aufgibt.“

Der Thorbräukeller startet nach der Renovierung wieder sein volles Angebot. Wirtin Doris Gabriel und ihr Lebensgefährte Tobias Kluge sind froh.
Bild: Silvio Wyszengrad

Ihre Stammkunden freuen sich, dass sie es nicht getan hat. „Diese Woche erst hat ein Gast gefragt, ob er wieder mit der Schafkopfrunde kommen kann.“ Der Biergarten, den Vorgänger Harry Winderl mit Hackschnitzel gestaltet hatte, ist täglich von elf bis 23 Uhr geöffnet. Ab 11.30 gibt es durchgehend warme Küche, mittags auch spezielle Angebote. Ist draußen spätabends Schluss, geht der Betrieb im Thorbräukeller weiter. Auch Familienfeste und Geburtstage sollen wieder gefeiert werden. Ob Gabriel und Kluge für den neuen, alten Thorbräukeller besondere Brandschutzmaßnahmen getroffen haben?

„Ja“, sagt die Gastronomin mit Nachdruck. „Wir haben mehr Feuerlöscher als vorgeschrieben und in der Küche eine Brandschutzdecke.“ Zudem sollen ihre Mitarbeiter bei der Berufsfeuerwehr einen Brandschutz-Kurs besuchen.

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Bilder: Diese Brände bewegten Augsburg und die Region

Ein japanisches Restaurant in der Jakobervorstadt

Oishidesu, was oischides ausgesprochen wird, heißt zu Deutsch „es ist lecker“. Das ist ein japanischer Ausdruck, der Kunden im japanischen Restaurant Menya Ikko aus dem Mund kommen kann. Kazuhiro Sugawara kocht seit einigen Wochen in den Räumlichkeiten der Jakoberstraße 15. Es ist sein erstes Restaurant. Der 39-Jährige legt viel Wert auf die Qualität und Authentizität der Zutaten. Sogar die Nudeln für seine Suppe bezieht er direkt aus Japan.

Die Karte des Restaurants ist klein und beschränkt sich bei den Hauptspeisen auf die japanischen Ramen-Nudeln. Was viele Deutsche nur als ein Instantprodukt kennen, das besonders bei Studenten beliebt ist, bereitet der japanische Koch hier über mehrere Stunden vor. Besonders zeitaufwendig sind der Schweinebauch und die deftige Miso-Brühe, die ihren Ursprung in Sugawaras Heimat Sapporo hat. Im Restaurant gibt es drei warme Nudelsuppen, die sowohl vegetarisch oder mit Fleisch angeboten werden. Das vierte Nudelgericht sind kalte Ramen in Sesamöl-Dressing, mit verschiedenen Beilagen als Salat.

Kazuhiro Sugawara (rechts) mit seinem Team im neuen japanischen Restaurant Menya Ikko.
Bild: Lisa Gilz

Für den kleineren Hunger, als Snack oder als Vorspeise, bietet das Restaurant Gyoza – gebratene Teigtaschen, Edamame – kalte, gesalzene Sojabohnen, Kimchi – scharfeingelegter Kohl, und Karaage – frittiertes Hühnchen – an. Wer Lust auf etwas Süßes hat, kann Matcha, das ist ein feiner Grüntee, oder schwarzes Sesam-Eis bestellen. Es gibt auch japanische Getränke wie Kirin-Bier oder Ramune, das ist eine japanische Limonade, bei der eine Glasperle in die Flasche gedrückt wird, um diese zu öffnen.

Asiatisches Restaurant in der Schaezlerstraße

Im Restaurant Safran in der Schaezlerstraße kommen viele Komponenten zusammen. Südasiatische trifft auf ostasiatische Küche, afghanische Gerichte treffen auf iranische und usbekische Speisen. Jasmin Jalalzai, 19, betreibt das Restaurant gemeinsam mit ihren Eltern. Im Mai sind sie von Würzburg nach Augsburg gezogen. „Mein Vater lebt schon über 20 Jahre in Deutschland. Ich bin hier geboren“, erzählt die 19-Jährige. Nachdem die Familie bereits ein Lokal in Würzburg leitete, wollten sie nun auch eins in Augsburg eröffnen.

„Mein Vater hat hier früher einmal gelebt und ist von der Stadt sehr angetan“, erzählt die Tochter. Sie hat Augsburg neu für sich entdeckt und kann ihm da nur zustimmen. Gerade die Altstadt, die vielen Kanäle und Trinkwasserbrunnen gefallen ihr. „Es ist eine sehr schöne, historische Stadt.“

Jasmin Jalalzai, 19, betreibt das afghanische Restaurant Safran gemeinsam mit ihren Eltern.
Bild: Miriam Zissler

Doch die meiste Zeit verbringt die junge Frau in dem neuen Restaurant der Familie. Die Besucher erwarten dort Gerichte mit Reis oder Dal (Linsen oder andere Hülsenfrüchte), Fleischgerichte, die auf dem Lavagrill zubereitet wurden, oder Teigtaschen gefüllt mit Kartoffeln, Fleisch oder Frühlingszwiebeln und Porree. „Es gibt vegetarische und vegane Gerichte. Je nach Jahreszeit verwenden wir Kürbis, Auberginen, Spinat oder Okrabohnen.“ Für sie ist die Küche des Heimatlandes, mit der sie aufgewachsen ist, einfach „lecker“. Selber sei sie zwar noch nie dort gewesen.

„Dafür ist es nicht sicher genug. Aber die Landschaft muss traumhaft schön sein. Irgendwann will ich das selber sehen.“ Mit der Küche des Restaurants werden die Erinnerungen wachgehalten. Die Augsburger können dafür an klassischen Tischen Platz nehmen oder an orientalischen Bodensitzgelegenheiten, bei denen man die Schuhe auszieht und sich im Schneidersitz an den Tisch setzt. Safran hat die Familie als Namen für ihr Restaurant gewählt, weil es Sinnbild für Qualität und hochwertigen Genuss ist. Das wollen sie auch bieten. „Außerdem wird das Gewürz auch in Afghanistan angebaut“, sagt Jasmin Jalalzai.

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