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Klimademo

05.11.2019

"Fridays for Future" in Augsburg zieht erstmals am Sonntag los

Einen vollen Rathausplatz gab es in Augsburg beim globalen Klimastreik am 20. September.
Bild: Bernd Hohlen, (Archiv)

Die Aktivisten der Freitagsdemos gehen am Sonntag, 10. November, für den Klimaschutz auf die Straße. Der Termin am Wochenende hat einen besonderen Grund.

Die Protestbewegung „Fridays for Future“, die aus dem Schulstreik der Schwedin Greta Thunberg erwuchs, zieht längst nicht mehr nur Schüler an. Auch Eltern, Studenten, Künstler, Lehrer und Wissenschaftler haben sich mittlerweile zu Bündnissen zusammengeschlossen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren.

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FFF-Aktivisten rufen zu Demonstration am Wochenende auf

Um diese breite gesellschaftliche Unterstützung für ihre Forderungen zu zeigen, haben die Aktivisten von Fridays for Future Augsburg nun erstmalig zu einer Demonstration am Wochenende aufgerufen. An Bürger aller Generationen wird appelliert, sich unter dem Motto „Augsburg for Future“ an dem Protestmarsch am kommenden Sonntag, 10. November, ab 14 Uhr zu beteiligen. Denn vom Klimawandel, so heißt es in einer Pressemitteilung der Bewegung, sei jeder betroffen. „Mit dem Motto wollen wir zeigen, dass das Thema wirklich alle angeht“, sagt Elias Sandler, einer der drei Sprecher von Fridays for Future Augsburg.

Rund 6000 Menschen gingen in Augsburg für den Klimaschutz auf die Straße.
94 Bilder
"Fridays for Future": Bilder vom Klimastreik in Augsburg
Bild: Bernd Hohlen/Leonie Küthmann

Vier weitere Gruppen, die sich für Klimaschutz einsetzen, sind in Augsburg neben Fridays for Future aktiv: Zusammenschlüsse aus Studierenden, Künstlern, Fahrradfahrern und Eltern – Letztere etwa nennen sich „Parents for Future“. Gemeinsam mit diesen organisieren die Schüler die Demonstration am Sonntag. Kern der Bewegung bildet nach wie vor die Fridays-for-Future-Gruppe, so Sandler.

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In deren Plenum fiel auch der Entschluss, die Demonstration dieses Mal an einem Wochenende zu veranstalten. Zum einen erhofft sich die Gruppe dadurch mehr Zulauf, gerade auch von Berufstätigen. Zum anderen geht es ihnen darum, abermals zu zeigen, dass sie nicht bloß die Schule schwänzen wollen, sondern ernst gemeinte Forderungen an die Politik stellen.

Fridays for Future: Augsburg soll "Klimanotstand" ausrufen

So fordert die Ortsgruppe von Fridays for Future etwa von Lokalpolitikern, dass Augsburg es anderen Gemeinden in Deutschland gleichtun und den „Klimanotstand“ ausrufen soll.

Auch solle verstärkt in öffentlichen Nahverkehr und die Produktion von biologisch erzeugten Lebensmitteln investiert werden. Mehr als 70 Unternehmen, Institutionen und Organisationen Augsburgs solidarisieren mit diesen Forderungen. Gemeinsam bilden sie das Bündnis „Augsburg handelt“. Aktivisten von Fridays for Future und Students for Future gründeten es im Juli nach Vorbild des Zusammenschlusses „München muss handeln“. Jede parteiunabhängige Organisation, deren Geschäftskonzept mit den Forderungen von Fridays for Future vereinbar ist, kann sich dem Bündnis anschließen.

Auf der Demonstration am Sonntag können unterstützende Organisationen einen eigenen Block bilden und haben ein Rederecht. Um 14 Uhr treffen sich die Demonstranten am Königsplatz. Von dort aus führt ihre Route über Maxstraße, Theodor-Heuss-Platz und Theater zurück zum Königsplatz, wo eine Abschlusskundgebung für 15.45 Uhr angesetzt ist.

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