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Gribl bekommt Ruhegehalt: Man kann ihm das Geld gönnen

Gribl bekommt Ruhegehalt: Man kann ihm das Geld gönnen
Kommentar Von Jörg Heinzle
01.08.2020

Plus Zwei Augsburger Stadträte wollten Alt-OB Kurt Gribl bis zum 62. Geburtstag kein Ruhegeld auszahlen. Was dafür spricht, es doch zu tun.

In Zeiten von knappen Kassen muss die Stadt Augsburg vieles auf den Prüfstand stellen. Auch das Ruhegehalt eines Alt-OB darf da kein Tabu-Thema sein. Es spricht einiges dafür, dass es rechtlich möglich wäre, dem 55-jährigen Kurt Gribl die Zahlung eines Ruhegehalts bis zu dessen 62. Geburtstag zu verweigern. Die Frage ist aber: Sollte die Stadt diese Möglichkeit auch nutzen? Es ließen sich damit wohl bis zu 60.000 Euro im Jahr sparen. Angesichts dessen, was Augsburg an Ausgaben zu schultern hat, ist das ein marginaler Betrag. Gleichzeitig wäre der Flurschaden aber groß.

Es Gribl anzukreiden, dass er bereits mit 55 Jahren – also relativ jung – sein Amt abgegeben hat, wäre falsch. Es ist ja gerade gut, wenn ein Politiker für sich erkennt, dass er lange genug im Amt war, und lieber Platz machen will für einen Nachfolger. Schließlich wird oft kritisiert, dass Politiker nicht loslassen können.

Ein Politiker soll nicht am Amt kleben müssen

Müsste ein OB damit rechnen, nach seinem Ausscheiden erst mal ohne Einkommen dazustehen, würde das eher dafür sorgen, dass er am Amt klebt. Dass Gribl einen Job hatte, der ihn zwölf Jahre nahezu rund um die Uhr gefordert hat, ist unbestritten. Im Vergleich dazu ist der OB-Posten beileibe nicht überbezahlt. Selbst einige Chefs von stadteigenen Unternehmen bekommen mehr Geld. Man kann Gribl das Anrecht auf ein Ruhegehalt daher durchaus gönnen – so wie es die große Mehrheit der Stadträte getan hat.

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Etwas fragwürdig bleibt aber, wie schnell die Sache durch den Stadtrat gepeitscht wurde. Tatsächlich hatten die Räte keine Chance, sich ausführlicher mit der Frage zu befassen. Das hätte man ihnen schon zugestehen müssen. Am Ergebnis der Entscheidung hätte es vermutlich nichts geändert.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Der junge Alt-OB bekommt schon jetzt ein Ruhegehalt

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02.08.2020

An Alois R. Ich komme darauf, weil ich mir Originaltexte aus Reden von Herrn Höcke und Herrn Kalbitz angesehen habe. Das Geseiere von Deutschtum und Blut hätte auch dem Afolf Hittler gefall. Ich finde das widerlich.

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02.08.2020

Wenn sie nicht stolz darauf sind Deutscher zu sein, können sie ja auswandern!

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02.08.2020

Zu Herrn Alois R.:
Ich bin stolz von einem Hauptschulabschluss zu einem Studienabschluss gekommen zu sein.
Ich bin stolz darauf eine Firma aus dem Nichts heraus aufgebaut zu haben.
Ich bin stolz darauf 2 Kindern den Weg zu einem Guten Leben geebnet zu haben.
Ich kann aber NICHT darauf stolz sein Deutscher zu sein. Dafür habe ich NICHTS geleistet. Darum sind wohl viele AfD'ler stolz Deutsche zu sein, weil man das meist bei der Geburt geschenkt bekommt und dafür nichts leisten muss.
Ich bin DANKBAR Deutscher zu sein und in einem Land leben kann in dem es einen funktionierenden Rechtsstaat und Demokratie gibt. Damit das so bleibt müssen wir alle verhindern das so eine Partei wie die AfD an die Macht kommt und uns in das 4. Reich führt.

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02.08.2020

Ich bin Selbständiger und kein Politiker, muss aber sagen, dass hier wesentlich Dinge übersehen werden:
- Das Ruhegehalt wird bei Verfehlungen entzogen. Somit ist das eine Motivation sich nicht bestechen zu lassen oder ähnliches.
- Den Job eines OB's in Augsburg kann nicht jeder machen. Dieser ist wohl mit einem Geschäftsführer einer Firma mit mehreren tausend Mitarbeitern zu vergleichen. Da sind die Zahlungen wesentlich höher.
Die Anmerkungen wegen sozialen Ungerechtigkeiten stimmen natürlich. Um die abzumildern bedürfte es aber grundlegende Änderungen. Da sehe ich derzeit aber kein Licht am Horizont, da alle mit Corona, Selfi posten, Selbstdarstellung und ähnlichen Dingen beschäftigt sind. Soziales Handeln oder christliche Nächstenliebe gibt es nur noch als leere Worte in Parteiprogrammen oder von der Kanzel oder Kanzlerin.
Und die Alternativen für Deutschland bieten uns Hass, Ausgrenzung und Menschenverachtung an.

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02.08.2020

"Und die Alternativen für Deutschland bieten uns Hass, Ausgrenzung und Menschenverachtung an."
.
Wie kommen sie auf so einen Schmarrn??

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02.08.2020

Politiker wie Gribl sollen ein gutes Gehalt und später ihre Pension bekommen. Aber natürlich mit Erreichen des Renten- bzw. Pensionsalters! So wie wir alle! Kann ein Politiker mit 55 Jahren nicht mehr arbeiten? Diese Ungleichbehandlung ist es was die Leute langsam vom Staat entfremdet. Und dies ist hochgefährlich..........................

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02.08.2020

Wieso soll es nur Politikern zustehen? Wieso nicht allen Bürgern? Dann würde man die mehrere hunderttausende Hartz4-Aufstocker ja nicht mehr ausbeuten dürfen. Die müssen ihr Gehalt zu Hartz4-Höhe aufstocken und bleiben auch nicht einfach nur zuhause. Sein Ruhegeld ist höher als der Durchschnittsverdienst aller Erwerbstätigen. Diese Verwerfungen zahle ich sogar noch mit MEINEN STEUERGELDERN. Mein Geld, mein Einkommen sollen den schwachen Bürgern dienen. Leider habe ich aber kein Mitspracherecht.
Die Politik hat beschlossen, das Rentenalter heraufzusetzen? Dann DARF es keine frühere Rente geben. Auch nicht für Politiker!

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01.08.2020

"Gute" Fachleute sind doch gefragt. Hr. Gribl findet bestimmt schnell wieder eine Anstellung...

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01.08.2020

ist so eine Sache mit dem Ruhegeld , ein Arbeiter oder Angestellter der mit 55 Jahren kündigt bekommt auch noch keine rente . wenn der Politiker seine Wiederwahl verliert und keine Möglichkeit in einem vergleichbaren Beruf unter zu kommen bin ich für ein Ruhegeld aber ein mann wie der von mir sehr geschätzte EX OB Griebel hat ja von sich aus nicht wieder Kandidiert und wollte einfach nur was anderes machen , also soll er auch selber für seinen Unterhalt aufkommen außerdem müsste er wenn es nach dem Gesetz geht auch sicher länger arbeiten wie bis zum 62 Lebensjahr !! so hat das Ganze aber schon ein sauberes Geschmäkle und Trägt wahrscheinlich bei Vielen dazu bei immer mehr unverdrossener auf die Selbstbedienung der Politiker zu sein . was auch noch zu bedenken wäre ist das sich ein beliebter EX OB wie Herr Griebel durch solche Machenschaften sehr unbeliebt macht und er selber so seinen Makellosen Ruf schädigt

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