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Bahnstrecke

19.02.2019

Güterzug entgleist in Augsburg: Ermittler finden Unglücksursache

Am Bahnhof Augsburg-Oberhauzsen entgleiste am Freitag ein Güterzug. Behinderungen waren bis Donauwörth spürbar.
Bild: Michael Hochgemuth

Plus Die Ermittlungen laufen noch. Dennoch glaubt die Bundespolizei, den Grund für das Entgleisen des Güterzugs gefunden zu haben. Es ist nicht der erste solche Vorfall.

Die Ursache für das Zugunglück mit drei entgleisten Güterwaggons beim Oberhauser Bahnhof, das seit Freitag für Einschränkungen im Bahnverkehr Richtung Donauwörth sorgt, steht offenbar fest. Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizei dürfte es ein Bremskeil gewesen sein, der dort nicht hingehörte. Laut Bundespolizei laufen die Ermittlungen nach wie vor. Darum sei auch noch unklar, ob es sich um das Versäumnis eines Bahnmitarbeiters oder um eine technische Ursache handelt.

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Sogenannte Hemmschuhe werden beim Rangieren von Waggons dazu verwendet, um diese abzubremsen bzw. gegen Wegrollen zu sichern. Dazu werden die mehrere Kilo schweren Metallteile, die etwa die Größe einer Computertastatur haben, auf die Schiene gelegt. Durch die Reibung wird der auffahrende Waggon gebremst.

Der Güterzug aus acht leeren Kesselwagen war vor seiner Abfahrt in der Rangieranlage in Augsburg-Nord zusammengestellt worden. Kurz nach der Ausfahrt gegen 1.40 Uhr am Freitagmorgen entgleiste der Zug kurz vor dem Oberhauser Bahnhof. Über mehrere hundert Meter wurden Schienen und Oberleitung beschädigt, weil die aus den Schienen gesprungenen Waggons zunächst noch im Schotterbett mitgeschleift wurden.

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Schon vor einem Jahr gab es einen ähnlichen Vorfall

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Hemmschuh einen Unfall verursacht. Vor einem Jahr sprangen drei leere Kesselwagen eines Güterzugs, der an der Morellstraße abgestellt war, nahe des Hauptbahnhofs aus den Gleisen. Auch hier rückte ein Hemmschuh in den Blick der Ermittler. Bei dem Unfall wurde auch ein Pfeiler der Gögginger Brücke äußerlich beschädigt. Bereits vor vier Jahren ereignete sich ein Unfall, bei dem zwei Waggons bei der Ausfahrt aus dem Rangierbahnhof ganz in der Nähe der jetzigen Unfallstelle Höhe Hessenbachstraße entgleisten. Auch hier dürften Bremsschuhe die Ursache gewesen sein.

Unterdessen liefen am Dienstag die Reparaturarbeiten an der Bahnstrecke weiter. Zum entstandenen Schaden konnte die Bahn am noch keine Angaben machen. Eines der beiden betroffenen Gleise war wie berichtet am Sonntag wieder instandgesetzt worden. Seitdem konnten die Fernverkehrszüge, die ab Augsburg in Richtung Nürnberg fahren, wieder planmäßig verkehren. In der Gegenrichtung wurden die Fernverkehrszüge aus Richtung Norden ab Treuchtlingen über Ingolstadt umgeleitet.

Auf der Bahnstrecke gibt es voraussichtlich bis Freitag Einschränkungen

Die Behinderungen im Nahverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Augsburg und Gersthofen werden wohl bis Freitag dauern. Zuletzt war man davon ausgegangen, dass die Reparaturarbeiten an der nach einer Güterzugentgleisung beschädigten Strecke bis Mittwochmorgen abgeschlossen sein werden, heißt es von der Bahn. A ktuelle Informationen veröffentlicht sie hier.

Immerhin läuft seit Dienstag der Fernverkehr Richtung Norden in beide Richtungen wieder uneingeschränkt. Im Nahverkehr fahren die Züge des Allgäu-Franken-Express gemäß Fahrplan. Zwischen Nürnberg und Augsburgfahren Züge alle zwei Stunden, wobei hier nicht alle Unterwegshalte im nördlichen Landkreis bedient werden. Zwischen Donauwörth und Augsburg fahren zu den Hauptverkehrszeiten nur sehr eingeschränkt Züge. Der große Teil der Züge fällt aus. Reisende Richtung Donauwörth werden nach wie vor gebeten, mit der Straßenbahnlinie 4 nach Augsburg-Nord zu fahren. Von dort fahren Pendelbusse zum Gersthofer Bahnhof. Ab dort geht es weiter mit dem Zug in Richtung Donauwörth.

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