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Augsburg

31.01.2019

Heilig Kreuz bekommt modernes Gemeindehaus

Pfarrer Andreas G. Ratz steht mit den Plänen vor der Baustelle, auf der vom Frühjahr an das neue Gemeindehaus von evangelisch Heilig Kreuz entsteht. Links hinten ist der Turm seiner Kirche zu sehen, der rechte Turm gehört zu katholisch Heilig Kreuz.
Bild: Annette Zoepf

Der Altbau im Ottmarsgäßchen ist verschwunden, der Neubau entsteht ab dem Frühjahr. Warum die evangelische Gemeinde ihn nicht nur für die Pfarreiarbeit benötigt.

Die evangelische Heilig-Kreuz-Kirche im Georgsviertel ist weit über die Grenzen Augsburgs bekannt. Nicht nur Gottesdienstbesucher schätzen sie, sondern dank ihrer guten Akustik auch die Liebhaber geistlicher und weltlicher Konzerte. Nur die wenigsten Gäste dürften vor und nach den Veranstaltungen das versteckt im Ottmarsgäßchen gelegene Gemeindehaus entdeckt haben.

Heilig Kreuz will verstärkt mit anderen Gemeinden zusammenarbeiten

Jetzt befindet sich an seiner Stelle eine Baulücke. Das Gemeindehaus wurde im Herbst abgerissen. An seiner Stelle entsteht in diesem Jahr ein Neubau. Wenn die Arbeiten im Frühjahr beginnen, kann Pfarrer Andreas G. Ratz den Baufortschritt von seinem Büro verfolgen. Er freut sich, dass damit ein langer Prozess in die Zielkurve geht. „Es gab schon lange Überlegungen für einen Neubau, auch in Hinblick auf die Zukunft der evangelischen Innenstadt-Gemeinden.“ Mit diesen und wohl auch mit St. Johannes in Oberhausen werde es verstärkt Kooperationen geben.

Das abgebrochene, mehr als 60 Jahre alte Gemeindehaus hatte ein großes Manko: Es war nicht barrierefrei, da Küche und Toiletten im Keller lagen und nur über eine enge Wendeltreppe erreichbar waren. Insbesondere für die Senioren sei das ein untragbarer Zustand gewesen, sagt Ratz. Aber auch für die Künstler, die das Gemeindehaus vor und nach den Konzerten nutzten, seien die Räume nicht angemessen gewesen.

Heilig Kreuz bekommt modernes Gemeindehaus

Saal und größeres Foyer als bisher

Im Neubau werden alle Räume ebenerdig erreichbar sein. Herzstück ist ein Saal mit Foyer, das etwas größer ist als das bisherige. Hinzu kommt ein Sitzungszimmer für kleinere Gruppen.

Der Entwurf stammt vom Büro Lattke Architekten. Frank Lattke hat sich unter anderem mit dem Bau der Apostelin-Junia-Kirche der altkatholischen Gemeinde im Pferseer Sheridanpark einen Namen gemacht. Wie diese wird auch das Heilig-Kreuz-Gemeindehaus in Holzbauweise errichtet. „Wir freuen uns riesig darauf und hoffen, das Haus im Advent 2019 beziehen zu können“, sagt Pfarrer Ratz.

Neues Gemeindehaus kostet rund 1,4 Millionen Euro

Bis dahin weicht die Gemeinde bei Veranstaltungen und Sitzungen in die große Sakristei bei der Kirche aus. Sie wurde entsprechend bestuhlt. Gut möglich, dass die Verantwortlichen von evangelisch Heilig Kreuz dabei auch übers Geld reden: Das neue Gemeindehaus ist mit rund 1,4 Millionen Euro veranschlagt. Auch wenn die Landeskirche und die Gesamtkirchengemeinde Zuschüsse gewähren, rechnet Ratz mit einem erheblichen Eigenanteil. Der 60-jährige Pfarrer ist seit 2007 für Heilig Kreuz verantwortlich und fühlt sich hier sehr wohl: „Wir sind eine Gemeinde alten Stils. Man kennt sich, und die Menschen identifizieren sich mit dem Viertel.“ Spannend findet Ratz den Wandel des Viertels, der sich nun nicht nur in der Theatersanierung widerspiegelt, sondern jetzt auch im Bau des neuen Gemeindezentrums.

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