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10.01.2019

Prävention bei Schülern: Ein Projekt mit Weitsicht

Zu viel Alkohol sorgt bei Partys in Schondorf immer wieder für Probleme. Auch in der Nacht auf Samstag mussten Beamte aus Dießen wieder mehrfach wegen betrunkener Jugendlicher in die Ammerseegemeinde fahren
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolfoto)

Augsburg hat die Nase vorn: Die Stadt ist bislang die einzige Kommune in Bayern, die mit einem Präventionsprogramm auf eine sichere Stadt hinarbeitet. Dem Namen der Strategie wird Augsburg dadurch schon einmal gerecht: Communities That Care (CTC) bedeutet, dass sich eine Gemeinde um ihre Bürger kümmert.

Die Ergebnisse der Schülerbefragung haben wichtiges Datenmaterial geliefert, das es nun aufzubereiten, zu vergleichen und durch weitere Befragungen fortzuführen gilt. Denn bislang kann zwar so manches Ergebnis der Umfrage aufhorchen lassen, doch so richtig einordnen lässt es sich noch nicht. Greifen die Augsburger Jugendlichen vergleichsweise früh oder häufig zu Alkohol, Drogen und Zigaretten? Sind sie besonders depressiv oder aggressiv? All dies wird sich in weiteren Arbeitsschritten herauskristallisieren.

Da frühere Studien in einer solchen Bandbreite fehlen und der Abgleich mit anderen Kommunen erst noch geführt werden muss, bleibt es erst einmal eine Bestandsaufnahme. Zahlen hin, Vergleiche her – dass es Handlungsbedarf gibt, bleibt nach dem Blick auf die Statistik unbestritten. Präventionsprogramme gibt es bereits. Doch keines kann langfristig auf solch ein breit angelegtes Datenmaterial zurückgreifen: In Augsburg soll nach und nach jeder Stadtteil von CTC profitieren, in Abstand von wenigen Jahren wird die Umfrage wiederholt und kann so Entwicklungen aufzeigen. Das ist weitsichtig und kommt nicht nur den Jugendlichen, sondern auch der Stadt und letztlich dem Steuerzahler zugute: CTC wurde seit 1990 in den USA an mehr als 500 Standorten eingeführt. Die Ergebnisse wurden in Langzeitstudien beurteilt und zeigen, dass durch jeden Dollar, der in das Programm gesteckt wird, fünf Dollar gewonnen werden. Zum Beispiel dadurch, dass dank erfolgreicher Prävention Geld für Therapien und andere unterstützende Maßnahmen eingespart werden kann.

Lesen Sie hier den Artikel: Alkohol und Drogen: Was ist mit Augsburgs Schülern los?

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