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Augsburg

27.01.2014

Riskante Mutprobe: Jugendliche fotografieren sich auf Gleisen

Fotos und Videos von solchen Mutproben kursieren im Internet.

Die Polizei hat eine lebensgefährliche Mutprobe am Augsburger Hauptbahnhof gestoppt. Die Beamten sind besorgt: Vor allem Mädchen lassen sich zu riskanten Fotos hinreißen.

Der Fall in Augsburg spielte sich am Freitagabend gegen 18 Uhr ab. Ein Lokführer sah die drei Jugendlichen, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Gleis 1 standen. Er meldete sich bei der Bundespolizei. Die Bahnstrecke wurde sofort gesperrt.

Die Beamten rückten sofort aus, suchten den Streckenabschnitt und entdeckten schließlich die Teenager. Es handelte sich um zwei Mädchen, 13 und 15 Jahre alt, sowie um einen 13-jährigen Buben. Die Beamten brachte das Trio in Sicherheit. Die Jugendlichen mussten mit auf das Revier der Bundespolizei kommen und wurden schließlich von ihren Eltern abgeholt.

Fälle dieser Art häufen sich

Nach Angaben der Bundespolizei häufen sich in den vergangenen Monaten Fälle dieser Art. Wiederholt hätten Polizisten anrücken müssen, um Foto-Shootings auf Gleisen zu unterbinden. „Vor allem Mädchen lassen sich dazu hinreißen, im Gleisbett zu posieren, um später Fotos in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen“, sagt Thomas Gigl, Pressesprecher der Bundespolizei. „In der jüngeren Vergangenheit kam es dabei schon zu mehreren – auch tödlichen – Unfällen.

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In Berlin gab es zuletzt mehrere Fälle, in denen die Behörden den Verdacht hatten, dass eine Mutprobe in einem Bahnhof fatale Folgen hatte. Erst im Dezember ist dort ein Jugendlicher, der auf einen Kesselwagen kletterte, an einem Stromschlag gestorben. In Nürnberg erwischte die Polizei erst vor wenigen Tagen ein Pärchen – er 44, sie 22 Jahre alt – beim Fotografieren auf einer Bahnstrecke.

Sich auf Schienen zu stellen ist brandgefährlich – auch wenn noch kein Zug zu sehen ist. Züge näherten sich je nach Windrichtung fast lautlos, so die Bundespolizei. Und: Der Bremsweg eines 100 Stundenkilometer schnellen Zuges könne bis zu 1000 Meter betragen.

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