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12.02.2010

Studenten besetzen Uni-Rektorat

An der Uni Augsburg kam es gestern zu neuen Studentenprotesten. Eine Gruppe von rund 25 Studierenden besetzte am Morgen drei Stunden lang das Rektoratsgebäude. Die Besetzer forderten ein schnelleres Tempo bei der Reform der umstrittenen Bachelor- und Masterstudiengänge und mehr Informationen über den laufenden Prozess. Vizepräsident Alois Loidl sagte Antworten bis zum 12. April zu.

Eva Maria Knab

Auslöser der neuen Besetzung war ein Treffen im großen Hörsaal der Uni am Abend vorher. Rund 200 Studenten wollten von der Unispitze Genaueres erfahren, wann und wie die Studienbedingungen in Augsburg verbessert werden. Eine weitere Frage war, warum die Studiengebühren nicht gesenkt werden. Dies hatte die erweiterte Unileitung erst kürzlich abgelehnt.

Uni-Kanzler Alois Zimmermann stellte ein vorbereitetes Papier zur Reform vor. Mit seinen Antworten waren die Zuhörer im Saal jedoch alles andere als zufrieden. Er habe "um den heißen Brei herumgeredet", so die Kritik. Das Gespräch wurde abgebrochen. Am späten Abend forderten die verärgerten Studenten sogar einen Rücktritt der Unileitung. Gestern setzte eine Gruppe den Protest im Rektorat fort. Die Uni-Spitze nehme die studentischen Forderungen nicht ernst genug, kritisiert Sprecher Mathias Fiedler. Dabei seien es Studenten in ganz Deutschland gewesen, die den Prozess angestoßen haben.

Sauer ist man im Protestlager auch, dass beim jüngsten Besuch von Minister Georg Fahrenschon an der Uni Kritiker offenbar ausgeschlossen wurden. Uni-Vizepräsent Alois Loidl gelang es gestern, im Gespräch mit den Studenten die Lage zu entschärfen. Die Reform an der Uni sei voll in Gang, versicherte er. "Aber wir brauchen noch etwas Zeit." "Seite 45

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