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Augsburg

29.07.2019

Theater Augsburg: Eine Spielzeit unter schwierigen Bedingungen

Eine Szene aus Mozarts „Zauberflöte“, einer der beliebtesten Inszenierungen der abgelaufenen Spielzeit.
Bild: Jan-Pieter Fuhr

Plus Der Umbau des Standorts wirkt sich negativ auf die Zahlen aus. Weshalb der Intendant dennoch zufrieden ist und was am besten lief.

Der Spielzeitabschluss des Theaters Augsburg fiel im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser: Die letzte Aufführung von „Jesus Christ Superstar“ auf der Freilichtbühne musste abgesagt werden. Das Wetter war einfach zu schlecht. Dabei hatte die Telefonhotline noch bis gut eine Stunde vor Vorstellungsbeginn angekündigt, man werde die Vorstellung spielen können. Viele Besucher hatten sich darauf verlassen – und kamen umsonst zum Roten Tor.

Davon abgesehen zog das Theater am Montag eine positive Bilanz: Insgesamt fielen nur zwei Vorstellungen auf der Freilichtbühne aus, gut 34350 Besucher sahen das Musical. Zum Vergleich: Zu „Herz aus Gold“ kamen im Vorjahr 34000 Besucher. „Jesus Christ Superstar“ lockte aber auch schon einmal mehr Gäste an: 2006, als das Stück ebenfalls zu sehen war, kamen 44000.

Die Brechtbühne steht jetzt am Gaskessel

Doch zurück zu dieser Saison, der ersten Spielzeit seit der Ernennung zum Staatstheater. Sie war vom Umbruch geprägt: Die Brechtbühne wurde an den Gaskessel nach Oberhausen verlegt, dort war im Januar Eröffnung – rund vier Monate nach Start der Saison. Konsequenz: Das Theater musste für die erste Inszenierung auf ein anderes, kleineres Gebäude am Gaskessel ausweichen und konnte deshalb nicht so viele Karten verkaufen wie gehofft.

Überhaupt ist die Zahl der Plätze seit der Schließung des Großen Hauses im Jahr 2016 kleiner geworden: Am Kennedyplatz standen rund 1000 Plätze zur Verfügung, im Martinipark sind es aktuell 620. Dies wirkt sich auf die Besucherzahlen des Theaters aus: Insgesamt kamen in dieser vergangenen Saison 187700 Besucher, knapp 10000 weniger als noch im Vorjahr. Laut Theater gab es diesmal aber auch rund 140 Veranstaltungen weniger.

Intendant André Bücker ist mit der Saison zufrieden: „Wir haben wieder, trotz erneut schwerer Bedingungen und Widrigkeiten durch den Umzug der Werkstätten und der Brechtbühne mitten in der Spielzeit, eine hervorragende Besucherzahl erreichen können.“

Im Musiktheater kommen vor allem die Klassiker an

Im Musiktheater kamen vor allem die Klassiker an: Mozarts „Zauberflöte“ und Donizettis Komische Oper „Don Pasquale“ waren laut Theater die beliebtesten Inszenierungen der Saison. Beim Schauspiel waren es der „Tatort“, der – auch aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl – immer ausverkauft war. Der Auftakt im Gaswerk, das Stück „Gas“, kam mit einer Auslastung von 98,2 Prozent ebenfalls sehr gut an, auch hier war die Platzzahl allerdings begrenzt. Eine der erfolgreichsten Sparten am Theater Augsburg ist das Ballett. Die Gesamtauslastung lag hier laut Theater bei 94,3 Prozent, beim Konzert waren es 88 Prozent. Eine Gesamtauslastung gibt das Theater nicht an.

Nun sind die Theatermitarbeiter in der Pause. Die neue Saison wird am 15. September mit einem Fest im Martinipark eröffnet, die erste Aufführung, eine Wiederaufnahme, ist am 21. September mit „Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe“. Die erste Premiere gibt es am 28. September mit „Luzid“ in der Brechtbühne am Gaswerk, einen Tag später mit „Ariadne auf Naxos“ im Martinipark.

Lesen Sie hierzu die künstlerische Bilanz von Rüdiger Heinze: Das Orchester ist der Champion der Spielzeit

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