1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Uni Augsburg steht vor einem heißen Herbst

DoppelterAbiturjahrgang

08.08.2011

Uni Augsburg steht vor einem heißen Herbst

Ruhe vor dem Sturm: Im Sommersemester konnte die Uni Augsburg den ersten Teil des Studentenbergs gut bewältigen. Jetzt kommt der heiße Herbst mit dem Großteil der Studienanfänger.
Bild: Foto: Alexander Kaya

Der Präsident der Uni Augsburg erwartet bis zu 5000 Studienanfänger, rund 1500 mehr als sonst. Studentenvertreter sind besorgt, ob der Andrang zu bewältigen ist.

Jetzt wird es ernst. Auf die Uni Augsburg rollt im Herbst eine riesige Welle von Studienanfängern zu. Die doppelten Abiturjahrgänge kommen. Exakte Zahlen gibt es noch nicht. Unipräsident Alois Loidl rechnet aber damit, dass im Wintersemester 2011/12 bis zu 5000 Erstsemester in die Hörsäle strömen. Das wären 1500 mehr als in normalen Jahren.

Schon heuer im Sommersemester hatte die Universität deutlich mehr Studienanfänger aufgenommen als üblich. Es waren 1500 statt der üblichen 500. „Der große Schwung kommt aber erst im Herbst“, sagt Loidl. Seine Prognosen stützen sich auf die aktuellen Bewerberzahlen in zulassungsbeschränkten Studiengängen.

Beliebte Fächer überbucht

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

„Allein die Fächer Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre sind zweifach bis dreifach überbucht. Sie sind an ihrer absoluten Obergrenze angelangt“, sagt er. Ähnlich voll sei Jura. Auch in der Wirtschaftsinformatik sei der Andrang schon wieder sehr groß. Riesig ist die Nachfrage außerdem in einem ganz neuen Bachelor-Studiengang: dem Wirtschaftsingenieur, der im Herbst zum ersten Mal angeboten wird und bundesweit als einmalig gilt. Für die vorhandenen 100 Studienplätze in Augsburg liegen 1250 Bewerbungen von Interessenten vor.

Der Studentenberg und die Frage, wie er bewältigt werden kann, beschäftigen die Fachleute seit mehreren Jahren. Loidl zufolge zählt die Uni Augsburg zu den drei Universitäten in Bayern, die ihre Zielvorgaben schon jetzt mehr als erfüllt haben. Augsburg habe deutlich mehr Studienanfänger aufgenommen als vorgegeben – ebenso wie die Uni Bamberg und die TU München.

Das befürchtete Chaos an den Hochschulen ist in Augsburg bislang ausgeblieben. Die Bilanz des abgeschlossenen Sommersemesters fällt positiv aus. „Es ist alles super gelaufen“, freut sich Loidl. Augsburg habe heuer auch noch sogenannte Nachsteuerungsmittel vom Freistaat für 26 weitere Stellen in der Lehre bekommen. Räumlich gilt die Situation nach wie vor als angespannt, aber durch Anmietungen noch beherrschbar.

Ähnlich beurteilt die Lage Studentenvertreterin Lisa Kolb. „Im Moment ist alles am Laufen.“ Sorgen macht ihr aber der Herbst, wenn der richtig große Ansturm kommt. „Viele Studiengänge sind schon jetzt an ihren Grenzen angelangt“, sagt sie. Zu befürchten seien überfüllte Hörsäle. In der Lehre könne das Angebot zwar über Studiengebühren weiter ausgebaut werden, so Lisa Kolb. „Aber was vom Staat kommt, reicht nicht aus.“

Das große Zittern herrscht bei den Studentenvertretern auch noch, ob die laufende Generalsanierung der Unimensa rechtzeitig zum Herbst fertig wird. Die dann weit über 17000 Studierenden können im Winter keinesfalls in Zelten und im Freien verpflegt werden, sagt Lisa Kolb.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Das Bier strömt - die Massen auch: Das Münchner Oktoberfest hat begonnen. Foto: Matthias Balk
Oktoberfest 2018

Besucheransturm am ersten Wiesen-Wochenende

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen