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Augsburg

16.01.2019

Verdächtiger Mann: Dom stand an Weihnachten unter Polizeischutz

Der Augsburger Dom ist an Weihnachten gut besucht. Wegen eines verdächtigen Mannes stand er unter Polizeischutz.
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Der Augsburger Dom ist an Weihnachten gut besucht. Wegen eines verdächtigen Mannes stand er unter Polizeischutz.
Bild: Bernd Hohlen

Plus Wegen eines verdächtigen Mannes stand der Augsburger Dom an Weihnachten unter Polizeischutz. Warum die Polizei so reagiert hat.

Es war beim Kindergottesdienst im Augsburger Dom, am Nachmittag des 24. Dezember. Besucher der Feier beobachteten einen Mann, der sich in ihren Augen verdächtig verhielt. Unter anderem soll er mit Handbewegungen Pistolenschüsse angedeutet haben. Sie alarmierten die Polizei. Allerdings war der Verdächtige nicht mehr da, als die Beamten sich vor Ort umschauten. Wie unsere Redaktion jetzt erfuhr, standen wegen dieses Vorfalls die folgenden Weihnachtsgottesdienste im Dom unter Polizeischutz.

Auf Anfrage bestätigte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums, dass es an Heiligabend einen Polizeieinsatz am Dom gegeben hat. Die Polizei nahm die Meldungen über den verdächtigen Mann sehr ernst. Mehrere Polizeistreifen seien zu dem Gotteshaus geeilt, sagt die Sprecherin. Ein Augenzeuge sprach gegenüber unserer Redaktion davon, dass sich die Beamten an allen Eingängen postierten. Dort seien gleich jeweils mehrere Polizeifahrzeuge vorgefahren. Beobachter dieser Szenen munkelten, es gebe womöglich eine „Terrorwarnung“. Die Polizisten konnten den Mann allerdings nicht ausfindig machen.

Wer der Mann im Augsburger Dom war, ist bis jetzt unklar geblieben

Dennoch wollte man bei der Polizei lieber auf Nummer sicher gehen. Bei den weiteren Gottesdiensten während der Weihnachtsfeiertage seien deshalb Zivilpolizisten im Dom anwesend gewesen, so die Auskunft der Polizei. Sie sicherten unauffällig die Messfeiern. Allerdings gab es den Angaben zufolge dann keine weiteren Zwischenfälle mehr. Um wen es sich bei dem offensichtlich verdächtig wirkenden Mann handelt, blieb bislang unklar. Die Polizei ermittelt auch nicht wegen des Verdachts einer Straftat. Es gebe derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass sich der Mann strafbar gemacht habe, heißt es.

Karl-Georg Michel, der Sprecher des Bistums Augsburg, lobt das „umsichtige und schnelle Reagieren der Polizei“. Auch dankt er den „wachsamen Bürgern“. Es sei richtig und wichtig, im Notfall die Polizei zu rufen, sei es in einer Kirche oder anderswo. Erst kurz vor Heiligabend habe es schließlich auch den Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt gegeben.

Schon früher musste die Polizei zu Einsätzen in den Dom

Polizeieinsätze im Dom g ab es in der Vergangenheit immer mal wieder. So hat im Sommer 2013 im Dom ein 26-jähriger Obdachloser randaliert. Er beschädigte durch Steinwürfe unter anderem Kirchenfenster. Zu der Zeit fand dort gerade kein Gottesdienst statt. Drei Männer stoppten allerdings den Randalierer und hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf. Anfang 2012 musste die Polizei zum Dom, weil ein 46-jähriger Mann lautstark einen Gottesdienst störte. Er beleidigte unter anderem den Priester. Erst als die Beamten ihn aufforderten, verließ er das Gotteshaus wieder. Draußen nahmen die Polizisten den Störer dann vorübergehend in Gewahrsam. (mit kna)

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