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Augsburg: Im gesperrten Augsburger Windprechtpark sollen bald Ziegen weiden

Augsburg

Im gesperrten Augsburger Windprechtpark sollen bald Ziegen weiden

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    Der Windprechtpark wird dauerhaft gesperrt bleiben.
    Der Windprechtpark wird dauerhaft gesperrt bleiben. Foto: Silvio Wyszengrad

    Die Pläne des Landschaftspflegeverbandes, im Windprechtpark im Antonsviertel ein Beweidungsprojekt mit Ziegen umzusetzen, stoßen bei Anwohnern und Anwohnerinnen auf ein geteiltes Echo. Wie berichtet ist der Park seit 2015 nicht mehr zugänglich, nachdem der Freistaat als Eigentümerin Sicherheitsbedenken hatte. Inzwischen ist die Anlage, die vom Naturschutzfonds Bayern verwaltet wird, noch weiter verwildert - aus Gründen des Naturschutzes soll sie bis auf eine kleine Ecke im Norden des Areals gesperrt bleiben.

    Zuletzt gab es eine Begehung mit den Nachbarn und Nachbarinnen. Dabei, so LPV-Geschäftsführer Nicolas Liebig, habe es unterschiedliche Reaktionen gegeben. Von einer kompletten Sperrung des Parks für die Öffentlichkeit über eine Teilsperrung bis hin zu einer kompletten Öffnung, die aber aus Sicherheitsgründen etliche Baumfällungen zur Folge hätte, seien die Forderungen gegangen. Einem Teil der Nachbarn, das geht aus einer Mail hervor, die an alle Stadträte des Umweltausschusses ging, stößt sauer auf, dass die Öffnung des Teilstücks im Norden nur nach Voranmeldung möglich sein solle. Durch die zunehmende Bebauung im Viertel - die Wohnanlage von Klaus-Bau mit 180 Wohnungen steht kurz vor der Fertigstellung - habe man ohnehin weniger Grünflächen vor der Tür.

    Kleiner Teil des Wildprechtparks soll bald geöffnet werden

    Liebig sagt, dass man den kleinen Teil im Norden "kurz- bis mittelfristig 24 Stunden am Tag öffnen" wolle. In der Anlaufphase, die in absehbarer Zeit anstehen soll, wolle man aber in der Tat schauen, wie sich Besucher und Besucherinnen verhalten. "Die Tiere sollen zum Beispiel nicht gefüttert werden", so Liebig. Darum seien für einige Wochen Einschränkungen durchaus möglich. Für die Beweidung habe man sich unter anderem aus Akzeptanzgründen entschieden. "Sobald irgendwo Tiere drinstehen, ist jedem klar, dass man da nicht rein kann", so Liebig. Ein bloßer "innerstädtischer Urwald" mit Zaun drum herum habe hingegen eher ein Akzeptanzproblem. "Mit Tieren und Bänken davor ist das eine Attraktion für Anwohner und Senioren."

    Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) sagte, man begrüße es, wenn der Park aus Naturschutzgründen nur teilweise betreten werden dürfe. Er habe sich zum Biotop entwickelt. Dabei war der Park in der Vergangenheit eine Erholungsfläche für Senioren der angrenzenden Einrichtungen und für Menschen im östlichen Antonsviertel. Unter Erbens Vorgänger wurde dann aber der Pachtvertrag mit dem Freistaat gekündigt. Laut ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger war wohl der Grund, dass man so Geld für die Baumpflege sparen wollte. Die Immobilienverwaltung des Freistaats sperrte 2015 aus Sicherheitsgründen den Park. Eine Begutachtung 2017 kam zum Ergebnis, dass viele Bäume gefällt oder zurückgeschnitten werden müssten. Eine Bebauung des Parks, wie sie zwischenzeitlich befürchtet worden war, ist mit dem Übergang an den Naturschutzfonds Bayern vom Tisch.

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