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Augsburg: Nach Nutzungsuntersagung: Die Pantheon Lounge ist Geschichte

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Nach Nutzungsuntersagung: Die Pantheon Lounge ist Geschichte

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    Die Pantheon Lounge befindet sich im ersten Stock des Gebäudes an der Ecke Maximilianstraße/Heilig-Grab-Gasse. Seit fast einem Jahr ist sie geschlossen.
    Die Pantheon Lounge befindet sich im ersten Stock des Gebäudes an der Ecke Maximilianstraße/Heilig-Grab-Gasse. Seit fast einem Jahr ist sie geschlossen. Foto: Pantheon Lounge (Archivbild)

    Fast ein Jahr ist es her, dass Gastronom Walter Lugert von der Stadt Augsburg eine Nutzungsuntersagung für seine Pantheon Lounge bekommen hat, die er seit dem Jahr 2000 betreibt. In den vergangenen Monaten ist Lugert gerichtlich dagegen vorgegangen - ohne Erfolg. Zuletzt strebte er eine Wiedereröffnung mit einem neuen Konzept an. Doch unter den Rahmenbedingungen, die ihm nun von der Stadt genehmigt wurden, sieht Lugert keine Zukunft mehr für seinen Betrieb. Am Donnerstag verabschiedete er sich auf dem sozialen Netzwerk Instagram mit einer bewegenden Mitteilung von seinen Gästen.

    Dieses sei sein letzter Post, "wir müssen aufgeben", schreibt Lugert auf Instagram. Es ist der Schlussstrich nach einem einjährigen Hin und Her. Lugert und seine Familie sehen keine Alternative zur Geschäftsaufgabe, erklären sie: "Hintergrundmusik auf Flüsterlautstärke ist nicht unser Ding - wir wüssten nicht einmal, wie es geht." Zur Nutzungsuntersagung war es im Herbst 2022 gekommen, weil laut Bauordnungsamt im Rahmen einer Überprüfung von Club- und Diskothekenbetrieben im Herbst 2021 aufgefallen war, dass die Pantheon Lounge lediglich "eine gaststättenrechtliche Erlaubnis zum Betrieb einer Schank- und Speisewirtschaft" habe. Lugert habe die Lounge aber gar nicht als reguläre Gaststätte betrieben, sondern ausschließlich für Partys und Veranstaltungen genutzt, so die Stadt. Für Geburtstage, Hochzeiten oder sonstige Feiern war die Pantheon Lounge eine gern gebuchte Location. Daneben veranstaltet Lugert anfangs zwölf, später 16 öffentliche Veranstaltungen pro Jahr, die jeweils von der Stadt genehmigt war und zu der maximal 200 Personen zugelassen waren.

    Mit einem neuen Konzept wollte der Gastronom die Pantheon Lounge wiedereröffnen

    Lugert ging gemeinsam mit seinem Anwalt Bernhard Hannemann gerichtlich gegen die Nutzungsunterlassung vor, hatte aber vor dem Verwaltungsgericht in Augsburg und dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München keinen Erfolg. Daraufhin versuchten sie mit den Ämtern der Stadt eine Einigung zu erzielen, unter welchen Umständen die Pantheon Lounge wieder öffnen könnte. Zuletzt gab es Anfang August eine gemeinsame Begehung der Räumlichkeiten. Der Gastronom hatte geplant, in einem Teil der Lounge einen Barbetrieb mit Hintergrundmusik zu öffnen. Daneben sollten aber im Hauptraum zwölfmal im Jahr öffentliche Veranstaltungen möglich sein. 

    Es kam anders als erhofft. In den vergangenen Monaten waren in den Abstimmungen mit den Ämtern auch sicherheitsrelevante Aspekte zur Sprache gekommen, etwa der Brandschutz. Für die Pantheon-Lounge hätte es lediglich eine Zulassung für 89 Personen inklusive Mitarbeitern gegeben, so Hannemann - für Lugert zu wenig, um das Lokal wirtschaftlich betreiben zu können. Nach einigen Wochen entschied Walter Lugert nun gemeinsam mit seiner Familie, dass sie unter diesen Umständen nicht weitermachen können und wollen. Mit einem Dank an Gäste, Team, Veranstalter, DJs und Security-Team verabschiedeten sie sich auf Instagram mit den Worten: "Ihr habt den Spirit der Pantheon Lounge entscheidend geprägt! Vielen Dank dafür und für unzählige wundervolle und magische Nächte mit Euch."

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