Startseite
Icon Pfeil nach unten
Augsburg
Icon Pfeil nach unten
Innenstadt
Icon Pfeil nach unten

Kommentar: Kita-Not in Augsburg: Träger brauchen mehr Unterstützung

Kommentar

Kita-Not in Augsburg: Träger brauchen mehr Unterstützung

Katharina Indrich
  • |
  • |
  • |
    Bedarf und Angebot bei Kitaplätzen klaffen in Augsburg immer noch auseinander. Das liegt auch an der Finanzierung.
    Bedarf und Angebot bei Kitaplätzen klaffen in Augsburg immer noch auseinander. Das liegt auch an der Finanzierung. Foto: Rolf Vennenbernd (Symbolbild)

    Groß ist die Not an Kitaplätzen in Augsburg. So groß, dass die Stadt zuletzt mehrere Willkommenskitas einrichten musste, weil so manches Kind in Augsburg sonst vor der Einschulung nie einen Kindergarten von Innen gesehen hätte. Auch wenn die Zahl der Plätze in der Stadt in den vergangenen Jahren beständig gestiegen ist: Es reicht immer noch nicht. Dass nun immer mehr Träger, insbesondere die katholischen, finanziell in die Bredouille geraten, ist deshalb alarmierend. 

    Die katholische Kirche ist der zweitgrößte Kita-Träger in Augsburg

    Neben der Stadt ist die katholische Kirche der größte Kitaträger in Augsburg. Doch weil die Kirchensteuereinnahmen perspektivisch sinken, kann die Kirche den Betrieb, der auf der anderen Seite immer teurer wird, nicht mehr subventionieren wie bisher. Andernorts übernimmt die Kommune den Großteil der dadurch steigenden Defizite. Weil es aber in Augsburg keine entsprechende Vereinbarung gibt, trifft es hier am Ende die Eltern. Oder aber die Pfarreien. 

    Deren Motivation, das Angebot an Betreuungsplätzen weiter auszubauen, ist dementsprechend gering. Und so ist auch der Status quo in Gefahr. Denn in jüngster Zeit sahen sich nach Angaben der Stadt viele Träger angesichts von Problemen bei der Personalgewinnung und Finanzierung nicht mehr in der Lage, weiterzumachen. Auch in der Grundschulkindbetreuung, die bis 2026 noch einmal deutlich ausgebaut werden muss. Am Ende muss im Zweifel die Stadt einspringen, um eine Schließung abzuwenden. Auch deshalb täte man gut daran, hier für die Zukunft über eine Defizitvereinbarung nachzudenken. 

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden