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Kommentar: Spielplätze sind der falsche Ort zum Sparen

Kommentar

Spielplätze sind der falsche Ort zum Sparen

Christina Heller-Beschnitt
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    Viel Platz, wenig Angebot. Viele Spielplätze in Augsburg wirken traurig.
    Viel Platz, wenig Angebot. Viele Spielplätze in Augsburg wirken traurig. Foto: Christina Heller-Beschnitt

    In dieser Woche hat sich der Umweltausschuss der Stadt damit befasst, welche Spielplätze in Augsburg saniert werden müssen und wo neue entstehen sollen. Dazu hat das zuständige Amt für Grünordnung ein Papier vorgelegt. Wer das liest, bemerkt schnell: Die zuständige Abteilung weiß genau, welche Spielplätze was bräuchten, damit sie für Kinder attraktiv werden. Oder wo in der Stadt eine Spielfläche benötigt wird. Wer den Text liest, stellt aber auch fest: Fast alle Projekte, die dort angestoßen werden, sind alt. Viele stehen schon seit Jahren in dem Papier, das vor jeder Haushaltsberatung neu aufgelegt wird. Umgesetzt wurden sie bislang nicht, denn das nötige Geld wurde nicht bewilligt.

    Wer Kinder ernst nimmt, muss ihre Anliegen auch finanzieren

    Wer sich in der Stadt umsieht, findet schnell Spielplätze, die nur traurig aussehen. Sandkasten, Wipptier und vielleicht noch eine Sitzbank. Kinder sucht man dagegen vergeblich. Dabei wird ihr Platz in der Stadt immer knapper. Augsburg wächst, freie Flächen werden bebaut. Gerade in der Innenstadt mit ihren vielspurigen Straßen und wenigen Grünflächen gibt es kaum Orte, an denen Kinder gefahrlos spielen und toben können. Spielplätze sind das, was ihnen noch bleibt.

    Sie sind mehr als nur Orte, an die Eltern gehen, weil sie nicht wissen, wohin sonst. Kinder entwickeln beim Klettern, Rutschen und Schaukeln ein Gefühl für ihren Körper. Dafür, was sie sich zutrauen können. Sie kommen in Kontakt mit anderen Kindern. Erfahren ihre Umwelt spielerisch.

    Welchen Stellenwert eine Stadt ihren Kindern zumisst, lässt sich leicht am Zustand ihrer Spielplätze ablesen. Wenn die Augsburger Politik also über den neuen Haushalt entscheidet, sollte sie an die Kinder denken. Das heißt, möglichst viele der angeregten Vorhaben umsetzen, statt sie um ein weiteres Jahr zu schieben. Kein Kind hat etwas davon, in einer Stadt zu leben, die sich zwar kinderfreundlich nennt, die aber nicht im Sinne der Kinder entscheidet.

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