Rosenaustadion

20.05.2014

Der Abriss läuft

Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Bauarbeiten zur Sanierung der Leichtathletik-Anlage begonnen. Die Sportler müssen trotzdem noch Geduld haben

Lange hat es gedauert, bis sie begonnen hat – die Sanierung der Leichtathletik-Anlage im Rosenaustadion. Doch am Sonntag, nur zwei Tage nach dem letzten Heimspiel des FC Augsburg II, fuhren die Bagger auf und begannen mit dem Abriss der alten Tartanbahn. Gestern griffen dann die Politiker zum Werkzeug und gaben mit einem symbolischen Spatenstich den offiziellen Startschuss für die Umbauarbeiten, auf die die Leichtathleten so lange sehnsüchtig gewartet haben.

Im Jahr 2006 hatte Roland Wegner, der heutige Vorsitzende der Leichtathletik-Gemeinschaft LG Augsburg, seinen ersten Brief an die Politiker geschrieben, mit der dringenden Bitte, die marode Laufbahn zu erneuern. Doch erst jetzt, acht Jahre später, wird die Sanierung auch wirklich in Angriff genommen. Die Verzögerung kam daher, dass die Sanierung in Höhe von rund einer Million Euro aus Spargründen immer wieder aus dem Haushalt herausgestrichen wurde. Nun aber ist das Geld bereitgestellt und nicht nur die achtspurige Laufbahn, sondern auch die kompletten Lauf- und Wurfanlagen werden wiederhergestellt. „Es ist ein historischer Moment für die Leichtathletik, für den Breitensport und den Schulsport“, freute sich Roland Wegner ebenso wie Wolfgang Appel, schwäbischer Sportabzeichenreferent, im Namen der Augsburger Sportler.

Auch Sportreferent Dirk Wurm zeigte sich bei einem seiner ersten offiziellen Termine in seinem neuen Amt bestens gelaunt. „Kaum hat Augsburg einen neuen Sportreferenten, geht etwas vorwärts“, scherzte er vor dem Spatenstich, um dann aber ernsthaft anzufügen: „Ich hoffe, dass wir der Leichtathletik wieder eine Heimat bieten können und auch wieder internationale Wettkämpfe hierher holen können.“ Als „Zeitzeuge“ erinnerte Stadtrat Willi Leichtle an die große Zeit des Rosenaustadions, als beim Leichtathletik-Länderkampf zwischen Deutschland und der Sowjetunion im Jahr 1953 an zwei Tagen 85000 Zuschauer die Ränge bevölkerten. Mit der Neugestaltung der Anlagen könne man an diese Tradition anknüpfen.

Die Sanierung erfolgt in zwei Bauabschnitten, was die Finanzierung durch das Aufsplitten der Kosten auf zwei Jahre erst ermöglichte. Im ersten Bauabschnitt von Ende Mai bis Anfang August 2014 werden durch die Firma Saule Landschafts- und Sportplatzbau die alten Elemente wie Kunststoffbahn und Sprunggrube abgerissen und entsorgt. Im gleichen Zeitraum erfolgt 2015 der Neuaufbau der Wurf-, Sprung- und Laufanlagen. Da für die Bauarbeiten immer nur die kurze Fußball-Sommerpause zur Verfügung steht, ist der Zeitplan eng und die Leichtathleten müssen sich noch bis zum Herbst 2015 gedulden, bevor sie die Anlagen in Betrieb nehmen können. „Es war ein langer Kampf“, sagt Roland Wegner schmunzelnd, „doch wir Leichtathleten haben genügend Ausdauer.“

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