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Boxen

14.01.2019

Kannler steigt in den Ring

Nach einer schweren Zeit und dem Tod seines Vaters hat sich der Augsburger entschieden, wieder zu kämpfen. Am 25. Januar boxt er in Berlin

Michael Kannler hat eine schwere Zeit hinter sich. Der Augsburger Boxer machte sich nach dem Tod seines Vaters, der im vergangenen Jahr im Alter von nur 53 Jahren gestorben ist, rar. Sogar seinen Kampf im Mai 2018 beim großen Box-Event von Nikki Adler im Curt-Frenzel-Stadion hat er deshalb abgesagt. Für den 35-jährigen Faustkämpfer war es ein äußerst schmerzlicher Verlust. „Er fehlt mir immer noch sehr. Ich habe viel von ihm gelernt und er hat mich ja auch lange Zeit trainiert“, sagt Kannler. Als Kannler im März des vergangenen Jahres in Amerika nach Punkten gegen den Russen Rasulov unterlag, war sein Vater bereits schwer krank. „Das hat mich damals schon schwer belastet, aber es hat noch viel mehr nicht gepasst und ich werde nie mehr im Ausland kämpfen“, so Kannler, der sich in den USA über den Tisch gezogen fühlte: „Rasulov hatte auch deutlich zu viel Gewicht (61,7 kg, Anm. d. Red.) für unsere Gewichtsklasse.“

Doch seit einigen Monaten befindet sich Kannler wieder im Training und ist heiß darauf in den Ring zu steigen. Am 25. Januar im Columbus Theater in Berlin ist es so weit. Dann wird er gegen den Tschechen Petr Gina kämpfen. Über 50 Kämpfe hat Gina schon als Profi bestritten und damit gehört der 31-Jährige zu den erfahrenen Kämpfern.

Bei diesem Fight geht es allerdings um mehr als nur einen besseren Ranglistenplatz. „Wenn ich diesen Kampf gewinne, dann bin ich berechtigt, dass ich beim nächsten Mal um die Europameisterschaft boxen darf“, sagt Kannler. Das ist auch sein erklärtes Ziel: „Ich bin jetzt 35 Jahre und kann vielleicht noch ein Jahr oder zwei Jahre boxen. So ein Titel wäre schon noch was.“

Kannler wird von Alfonso Fusco trainiert, der auch die Boxer des TSV 1860 München coacht. In den nächsten Tagen wird er sich nur auf seinen Kampf fokussieren. Kannler kann sich diesen „Luxus“ leisten: „Derzeit kann ich schon noch vom Boxen leben.“

Das liegt auch daran, dass ihm sein Onkel, der in der Baubranche tätig ist, finanziell auch ein bisschen den Rücken freihält.

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