08.12.2016

Schachspieler ausgebremst

Erfurt ärgert den SK 1908 Göggingen

Zum dritten Doppelspieltag der 2. Schach-Bundesliga Ost in Erfurt, bei dem der SK 1908 Göggingen seinen zweiten Tabellenplatz behauptete, war ein volles Dutzend internationaler Großmeister versammelt.

Die beiden Siege der Favoritenteams aus Erfurt und Göggingen (7,5:0,5 gegen Aufsteiger König Plauen) entsprachen voll der „Papierform“. Im mit Spannung erwarteten Spitzenspiel zwischen dem SK 1908 Göggingen und dem Erfurter SK hatten sich die Thüringer eine raffinierte Taktik ausgedacht: Der freiwillige Absteiger aus der Bundesliga I bot schon in der ersten Spielstunde an den Brettern drei bis acht Punkteteilungen an und bremste damit den Kampfgeist und Elan der Augsburger fast komplett aus.

Die von Milos Stankovic und Velislav Kukov angenommenen Remisangebote wirkten sich letztlich negativ aus, während das von Petar G. Arnaudov an Brett 3 abgelehnte Remisangebot Erfurt den einzigen Tagessieg bescherte. Der sich schon früh abzeichnende Sieg von Großmeister Kaido Külaots an Brett zwei brachte nur eine kurzzeitige Führung der Augsburger.

So war Erfurt beim Stand von 3,5:3,5 am Rande einer Niederlage, weil Großmeister Eckhard Schmittdiel gegen den Internationalen Meister Christian Troyke einen tollen Angriff auf die gegnerische Königsstellung aufzog. Troyke musste alle Register ziehen, um mit eisernen Nerven noch im letzten Moment zu gewinnen. (jmp)

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