Nach der Trennung von Trainer Janos Radoki in der vergangenen Woche hing bei den Bayernliga-Fußballern des TSV Schwaben Augsburg der Haussegen schief. Sportmanager Max Wuschek wollte sich die Kritik an seinem Vorgehen vonseiten der Abteilungsleitung um deren Chef Horst Spickenreuthernicht gefallen lassen. Der ehemalige Fußballchef und Hauptsponsor Jürgen Reitmeier sowie Schwaben-Präsident Hans-Peter Pleitner schalteten sich ein und wollten in einem Gespräch mit allen Beteiligten die Differenzen beseitigen. "Das ist uns auch gelungen", berichtet Pleitner.
Man habe sich durchaus die Meinung gesagt und auch kontrovers diskutiert, berichtet der Vereinschef. "Jetzt sind wir froh, dass wieder alle an einem Strang ziehen, da darf nichts mehr hängen bleiben", erzählt Pleitner. Der Schwaben-Präsident freute sich besonders über die Teilnahme von Reitmeier: "Damit sieht man, dass sein Interesse an den Schwaben-Kickern immer noch sehr groß ist".
Ex-Schwaben-Trainer Janos Radoki: "Wer mich verpflichtet, der weiß, was er kriegt"
Zum Inhalt der Gespräche wollten weitere Beteiligte nichts sagen. "Darauf haben wir uns geeinigt", sagt Wuschek, der in den nächsten Tagen das Gespräch mit Ex-Trainer Janos Radoki suchen will. Dabei wird es in erster Linie wohl um die finanzielle Abwicklung des Abschieds gehen. Wuschek hatte die Entlassung des Trainers unter anderem mit einem zerrütteten Verhältnis zwischen Radoki und Teilen der Mannschaft begründet. Der Trainer selbst konnte das nicht nachvollziehen und erklärte: "Wer mich verpflichtet, der weiß, was er kriegt, plötzlich soll ich zu streng zur Mannschaft gewesen sein." Bis auf Weiteres wird Neuzugang Matthias Ostrzolek, der mit dem 1:0-Sieg beim TSV Dachau einen geglückten Einstand feierte, die Trainingsleitung übernehmen. Der bisherige Co-Trainer Roland Bahl wird dem ehemaligen FCA-Profi assistieren. Auch mit Ostrzolek will Wuschek wegen der Vertragsdauer demnächst reden.
Personell gibt es hingegen gute Nachrichten. Benedikt Krug, der wegen Herzproblemen seit dem Spiel gegen den VfR Garching Ende Juli pausieren musste, bekam jetzt von seinen Ärzten grünes Licht und darf wieder trainieren. Auch der ebenfalls zuletzt angeschlagene Marco Zupur hat das Training wieder aufgenommen. Am Samstag haben die Schwaben im Spitzenspiel den TSV Landsberg zu Gast. Möglicherweise wird die Partie statt um 17.30 Uhr bereits um 14 Uhr angepfiffen.