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Hochbeete: Gärtnern mit Ziel und Stil

Ein Hochbeet schont den Rücken und durch hohe Ernteerträge den Geldbeutel

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Hochbeete: Gärtnern mit Ziel und Stil
4 Bilder

Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten – ohne Einsatz von Pestiziden, 100 Prozent natürlich und absolut regional: Was könnte es Besseres geben?

Wenn aber nach zwei Stunden intensiven Gärtnerns der Rücken pocht und schmerzt, stellt man die Mühe des Selbstanbaus doch schnell infrage. Die Lösung des Problems ist in immer mehr Gärten zu finden und derzeit ein großer Trend. Und das völlig zurecht: Hochbeete sind durch ihre erhöhte Anbaufläche nicht nur aus ergonomischer Sicht eine Freude, sie dienen zusätzlich auch als Gestaltungselement im eigenen Grün und sichern perfekte Ernteergebnisse. Schnecken und andere Quälgeister haben hier nämlich schlechte Karten. Und durch den Abstand zum kalten Boden, den optimierten Lichteinfall sowie die Zersetzungsprozesse der Beetfüllung liegt die Bodentemperatur hier um bis zu 8° Celsius höher als in einem normalen Beet, wodurch das Gemüse schneller und besser reift. Mit ein wenig handwerklichem Geschick ist ein Hochbeet übrigens Ruckzuck selbstgebaut. Wir zeigen Ihnen, wie’s geht.

Das benötigen Sie:

  • Kanthölzer ca. 5 x 5 x 85 cm aus Lärche
  • oder Douglasie
  • 8 Dielenbretter ca. 2,5 x 20 x 200 cm aus Lärche
  • oder Douglasie
  • 8 Dielenbretter ca. 2,5 x 20 x 80 cm
  • 96 Edelstahlholzschrauben 3 x 60 mm
  • 4 Edelstahlschrauben 3 x 40 mm
  • 2,8 m² Hochbeet-Vlies aus PET (240 x 120 cm)
  • 2,8 m² 6-Eckgeflecht Maschenweite 13 mm
  • („Hasendraht“)
  • Dachpappennägel 2x16 mm verzinkt
  • Schlaufennägel 2,5x25 mm verzinkt
  • umweltverträgliche Dickschichtlasur (für ca. 5 m²)
  • 4 Einschlagbodenhülsen verzinkt
  • Hammer, Schraubenzieher, Meterstab, Farbwalze

1. Die Kanthölzer sowie die Dielenbretter sorgfältig zwei Mal mit der Lasur walzen, um das Holz wetterfest zu machen. Schnittstellen nicht vergessen.

2. Die Bretter mit einem dünnen Bohrer an den Stellen der Eckpfosten je zwei Mal vorbohren, um später ein Splittern des Holzes beim Eindrehen der Schrauben zu verhindern. Tipp: Bretter übereinander am Boden gerade ausrichten, exakt so, wie sie später die Wand des Hochbeets bilden würden; mit dem Meterstab an den Stirnseiten 5 cm, an den Längsseiten 2,5 cm von den Schnittstellen nach innen messen – das ist der richtige Abstand für die Bohrlöcher.

3. Die Einschlagbodenhülsen mit den vier Zentimeter langen Edelstahlschrauben an vier Kanthölzern befestigen.

4. Den Wasen an der Stelle, an der das Hochbeet letztlich stehen soll, abtragen. Bündig zum Schuh der Bodenhülse und zur Seitenkante des Kantholzes zwei Pfosten mit einem langen Dielenbrett verbinden. Mit jeweils zwei Schrauben auf jeder Seite fixieren. Den Vorgang mit zwei weiteren Pfosten wiederholen.

5. Zwei verbundene Kanthölzer an der Stelle des Beetes in den Boden treiben. Die zwei anderen verbundenen Pfosten im Abstand von 80 cm parallel gegenüber einschlagen. Mit je zwei kurzen Dielen auf Höhe der bereits befestigten Bretter verbinden.

6. Um das Konstrukt zu stabilisieren, ein zweites Brett auf jeder Seite anbringen, entweder nahtlos aufsitzend über dem bereits verschraubten, oder (wie auf dem Bild zu sehen) 20 cm darüber, sodass zwischen den beiden Brettern noch exakt ein weiteres Platz hat. Achtung: In letzterem Falle muss sehr exakt gearbeitet werden; am besten setzt man ein loses Brett als Abstandshalter auf das Verbindungsholz und bestimmt so die genaue Position des darüberliegenden.

7. Je 2 weitere Kanthölzer von außen (!) an die Holzlatten schrauben; diese Pfosten müssen nicht mit Bodenhülsen fixiert werden, es schadet aber freilich auch nicht. Sie dienen dazu, den von innen wirkenden Druck durch das Gewicht der Erde auszugleichen und zu verhindern, dass die einzelnen Latten ungleichmäßig nach außen gedrückt werden.

8. Den Boden des Hochbeets mit dem Vlies auslegen. Es verhindert zum einen ungebetenen Besuch von unten durch Wühlmäuse oder andere Unruhestifter, zum anderen einen zu starken Wasserabfluss, wodurch das Beet in den Sommermonaten schnell Gefahr laufen würde auszutrocknen. Der Rand der Folie muss auf jeder Seite etwa 10 Zentimeter überstehen. Großzügig mit Dachpappennägeln am Holz befestigen.

9. Zusätzlich zum Flies den Boden durch Hasendraht sichern. Diesen ebenfalls mit den Schlaufennägeln am Holz festmachen.

10. Die Wände mit den restlichen Brettern schließen. Nun ist das Hochbeet bereit, befüllt zu werden.