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Südwesten
16.05.2022

Weniger Verletzte und weniger Unfälle auf den Straßen

Fahrzeuge stehen nach einem Unfall auf der Straße.
Foto: Stefan Sauer/dpa/Symbolbild

Im Vergleich zu den Jahren vor der Corona-Pandemie sind die Zahlen der Verkehrsunfälle und der Verletzten in Baden-Württemberg deutlich zurückgegangen. Woran liegt das?

Weniger Verkehr auf den Straßen - weniger Unfälle und Verletzte: 2021 sind bei Straßenunfällen in Baden-Württemberg deutlich weniger Menschen als vor der Pandemie verletzt gemeldet worden. Wie am Montag das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mitteilte, verunglückten 37.800 Menschen. 2019 waren es noch 47.200. 2020 war die Zahl auf knapp unter 40.000 gesunken. Auch die Zahl der Unfälle mit Verletzten nahm erneut ab auf 30.229 - nach 36.300 (2019) und 32.200 (2020).

Wie das baden-württembergische Innenministerium bereits im März informiert hatte, starben im vergangenen Jahr 348 Menschen bei Verkehrsunfällen. 2019 waren es 437 Todesopfer, 2020 waren es 330, das war der niedrigste Wert seit Einführung der amtlichen Statistik.

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) in Baden-Württemberg macht den geringeren Verkehr für die rückläufigen Zahlen verantwortlich. Schon 2020 sei das Verkehrsaufkommen um gut 10 Prozent gesunken. Dass die Zahlen zurückgehen, liege aber nicht nur an der Pandemie. "Bei einer Betrachtung der Statistik über einen längeren Zeitraum wird aber auch klar, dass wir bereits seit einigen Jahren einen Rückgang verzeichnen", teilte eine ADAC-Sprecherin mit.

Ein Grund dafür seien die neuen Regeln der Straßenverkehrsordnung - beispielsweise der festgeschriebene Überholabstand bei Radfahrern von eineinhalb Metern innerorts und zwei Metern außerorts. "Ebenso haben wir immer bessere Assistenzsysteme in den Fahrzeugen, die beispielsweise die Abstandswarnungen abgeben", so die Sprecherin.

Doch dem ADAC geben einige Zahlen auch Grund zur Sorge. Während Auto-, Fahrrad- und Motorradfahrer im vergangenen Jahr seltener verletzt wurden als noch 2019, stieg die Zahl der Verkehrsunfälle mit verletzten Pedelec-Fahrern laut Statistischem Landesamt. Auch die Zahl der Unfälle mit E-Scooter-Fahrern habe zugenommen, erklärte der ADAC.

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