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Jengen

19.10.2009

Blutige Beziehungstat im Allgäu

Hinter diesen Mauern fand die Polizei die Leiche der Frau. Ihr Mann hatte sie als vermisst gemeldet. Bild: Mathias Wild

Ein 35 Jahre alter Mann aus Jengen bei Buchloe wird dringend verdächtigt, seine Frau umgebracht zu haben. Die Frau galt bereits seit dem 8. September als vermisst. Ihre Leiche war am Samstag im gemeinsamen Haus des Ehepaars gefunden worden. Von Michael Munkler

Ein 35 Jahre alter Mann aus Jengen bei Buchloe wird dringend verdächtigt, seine ein Jahr ältere Frau umgebracht zu haben. Die Frau galt bereits seit dem 8. September als vermisst.

Ihre Leiche war am vergangenen Samstag nach umfangreichen Ermittlungen im gemeinsamen Haus des Ehepaars gefunden worden. Laut Polizei ist sie Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Der 35 Jahre alte Ehemann, ein ägyptischer Staatsbürger, hat sich abgesetzt. Gegen ihn erging am Montag ein internationaler Haftbefehl.

Auch von der Tochter fehlt jede Spur

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Während die blutige Beziehungstat seit Sonntag im Ostallgäuer Jengen und im benachbarten Buchloe längst Stadtgespräch ist, hielten sich Polizei und Kemptener Staatsanwaltschaft mit Auskünften bis zum Montagabend auffällig zurück. "Aus ermittlungstaktischen Gründen", wie es offiziell hieß.

Bevor der Fall an die Öffentlichkeit gebracht werde, müsse zunächst ein internationaler Haftbefehl erwirkt werden, so die Polizei. Zu diesem Zeitpunkt war der mutmaßliche Täter aber ohnehin seit Längerem auf der Flucht. Der habe sich nach Ägypten abgesetzt, sagte eine Frau, die in der Nachbarschaft des Tatortes wohnt. Die Staatsanwaltschaft wollte am Montag nicht einmal den vermuteten Aufenthaltsort bestätigen oder dementieren. Möglicherweise ist er mit der gemeinsamen Tochter auf der Flucht, denn auch von ihr fehlt jede Spur.

Der Mann hatte laut Polizei in Telefonaten mit Verwandten der Frau in Deutschland wiederholt von einem gemeinsamen Urlaub der Familie in Ägypten gesprochen. Die Verwandten und Bekannten glaubten dies zunächst auch. Am vergangenen Freitag sagte der Ägypter dann aber in einem Telefonat, seine Frau sei entführt worden.

Daraufhin begannen die Ermittlungen der Polizei. Am Samstagnachmittag wurde die Leiche der Frau schließlich in dem rosafarbenen Haus in Jengen gefunden.

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