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Augsburg

18.02.2020

Jugend forscht: Mit Kaffeesatz gegen Hormone im Wasser

Damit die Kaffeesatz-Teeeier sich umweltfreundlich bewegen, nutzen Tanja Neumeier, Leonie Mehlhorn und Noemi Laib (von links) Solarstrom.
Bild: Marcus Merk

Die jungen Tüftler von "Jugend forscht" beschäftigen sich dieses Jahr viel mit Umweltthemen – aber auch mit dem Einparken.

Naturkosmetik, abbaubares Plastik, CO2 im Klassenzimmer – bei "Jugend forscht" im Augsburger MAN-Museum treten seit Mittwoch 101 Jugendliche mit Projekten zu Umweltthemen an. Ein Team von der Neuburger Fachoberschule will zum Beispiel weibliche Hormone aus dem Abwasser filtern, die Flüsse belasten und den Fischen schaden. Nun präsentieren die drei Mädchen Kaffeesatz in Teeeiern als kostengünstige Lösung.

Hormone in den Flüssen schaden den Fischen

"Die Uni Bielefeld hat Östrogene im Wasser mit einem Stoff gebunden, den wir im Kaffee vermutet haben", sagt Tanja Neumeier. "Unsere Versuche mit Kaffeesatz haben gut funktioniert, Kaffeehersteller haben uns aber gesagt, dass der Stoff im Kaffee gar nicht enthalten ist." Noemi Laib schildert, wie sie mit ihren Freundinnen feststellte, dass im Versuch stattdessen ein anderer Kaffeebestandteil das Hormon gebunden hat: die Chlorogensäure. "Sie hat nur rund fünf Prozent des Östrogens im Wasser übrig gelassen."

Leonie Mehlhorn, die Dritte im Bunde, erzählt, wie sich die Gruppe die Kläranlage in Neuburg angesehen hat. So ist der Versuchsaufbau entstanden: Im Belebungsbecken entfaltet der Kaffeesatz in Teeeiern seine Wirkung und bindet das Hormon. Für nahezu östrogenfreies Neuburger Wasser würden nur fünf Kilo Kaffeesatz pro Tag genügen.

Jugend forscht: Mit Kaffeesatz gegen Hormone im Wasser

Wer zu jung für "Jugend forscht" ist, kann bei "Schüler experimentieren" antreten

Während die 15- bis 21-Jährigen ihre Erfindungen für "Jugend forscht" in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik vorstellen, treten Schüler bis 14 Jahre bei "Schüler experimentieren" an. Patenunternehmen der Wettbewerbe sind die MAN Energy Solutions und der Getriebehersteller Renk.

Tim Schönle (links) und Leo Suchan präsentieren den Roboter, dem sie das Einparken einprogrammiert haben.
Bild: Marcus Merk

Nicht in allen Projekten geht es aber um Umweltthemen: Tim Schönle und Leo Suchan vom Gymnasium Donauwörth haben ein Einpark-System programmiert. Ihr Modellfahrzeug erkennt, ob es längs oder quer parken soll. Dann manövriert es selbstständig in die Lücke zwischen zwei Kartons, die andere Autos symbolisieren.

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