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Olympia-Bewerbung

23.07.2010

Kommentar: Heikle Mission für die Verantwortlichen

Harte Gegner für die Olympia-Bewerbung. Bild: dpa

Viele Bürger wurden bei der Olympia-Bewerbung vor den Kopf gestoßen. Deswegen ist das "Nein" jetzt überall zu hören. Ein gutes Ende ist nun schwierig. Ein Kommentar von Till Hofmann.

Garmisch-Partenkirchen ist zurzeit ein gefragter Ort für bayerische Regierungsmitglieder. Agrarminister Brunner wollte zu Beginn der Woche kommen. Staatskanzleichef Schneider war am Donnerstag da, um zu verhandeln. Und das gesamte Kabinett begibt sich in drei Tagen aus gutem Grund an den südlichen Rand Bayerns.

Es geht um nichts Geringeres als um die Frage, ob Olympische Winterspiele 2018 in Bayern möglich sind oder nicht. Die Vorzeichen für eine erfolgreiche Bewerbung sind ungünstig. Das hat mit Garmisch-Partenkirchen, einem der drei Schauplätze für 2018, zu tun. Dort hat sich inzwischen ein breiter Widerstand formiert, der den Planern zu schaffen macht, weil sie nicht an die benötigten Grundstücke kommen. Die Eigentümer stellen sich aus vielerlei Gründen quer. Die Bewerbergesellschaft und der örtliche Bürgermeister gaben einem "Nein" besonders viel Futter. Sie verstanden die Spiele 2018 eher als Geheimsache. Für Transparenz und ein vertrauensvolles Miteinander war da kein Platz.

Das rächt sich jetzt: Menschen fühlen sich vor den Kopf gestoßen und sind beleidigt - eine schwere Hypothek. Ob die Fehler der Vergangenheit noch gutzumachen sind, bleibt die spannende Frage. Um die heikle Mission noch zu einem guten Ende zu bringen, muss überzeugend dargelegt werden, was die Spiele 2018 für Bayern bringen - und insbesondere für Garmisch. Von Till Hofmann

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