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Landwirtschaft
10.09.2018

Gefährliche Ernte: Was machen Metallteile in Maisfeldern?

Im Maisfeld lauert die Gefahr: Immer wieder werden dort Metallteile platziert. Auch Landwirte in der Region haben das schon erlebt.

Immer wieder werden Metallstücke in Maisfeldern versteckt, die Landwirte und Spaziergänger verletzen können. Warum es so schwer ist, die Täter zu erwischen.

Jedes Jahr zur Erntezeit gibt es neue Anschläge auf Landwirte. Die Täter bringen die Bauern in Gefahr und richten enorme finanzielle Schäden an, indem sie Metallteile, etwa Schrauben oder lange Stangen, in Maisfeldern verstecken. Bei der Ernte geraten diese in die Häckselmaschinen. Dabei machen sie nicht nur die Geräte kaputt. Die Metallstücke verwandeln sich in lebensgefährliche Geschosse, die neben den Landwirten auch Unbeteiligte, etwa Spaziergänger, treffen und schwer verletzen könnten.

Der Sprecher des Bayerischen Bauernverbands, Markus Peters, sagt: „Landwirte in ganz Deutschland steigen mit einem mulmigen Gefühl auf ihre Maschinen.“ Denn, wenn Metallteile von den Erntemaschinen erfasst werden, können sich Splitter in Geschosse mit enormer Durchschlagskraft verwandeln. „Ich habe schon Maschinen gesehen, bei denen die Metallteile Löcher in den Boden des Führerhauses gerissen haben“, sagt Peters. So sind vor allem Fahrer von Maishäckslern oder Mähdreschern, in denen sie in der Regel direkt über dem Schneidwerk sitzen, in Gefahr. Peters hat auch eine Vermutung, warum immer wieder Metall auf Äckern versteckt wird. Er sagt: „Ich glaube, das hängt damit zusammen, wie in der Öffentlichkeit über Landwirtschaft diskutiert wird.“ Der Ton werde immer schärfer, gerade die konventionelle Landwirtschaft stehe enorm in der Kritik. Er habe außerdem beobachtet, dass die Sachbeschädigung im gesamten landwirtschaftlichen Bereich in den vergangenen Jahren zugenommen hätte. Auch an Tierställen machen sich Täter zum Beispiel immer wieder zu schaffen.

Auch in Schwaben sind Landwirte betroffen

Auch in Schwaben gibt es immer wieder Fälle von Sabotage im Maisfeld. Erst kürzlich entdeckte zum Beispiel eine Spaziergängerin in der Nähe von Gablingen (Landkreis Augsburg) eine verdächtige Plastiktüte. Die Täter hatten die Tüte mit Metallteilen gefüllt und an einer Maispflanze befestigt. In Ketterschwang (Landkreis Ostallgäu) hat ein Landwirt vergangene Woche ebenfalls Metall in seinem Maisfeld gefunden. Dank des Detektors, mit dem viele Erntemaschinen ausgestattet sind, hat der Bauer die mit Isolierband umwickelte Schraube aber noch rechtzeitig entdeckt. Und in Wolferstadt (Landkreis Donau-Ries) wurden heuer wieder zwei Erntemaschinen beschädigt. Schon 2016 kam es rund um den kleinen Ort zu einer ganzen Reihe an Anschlägen. Heuer ist Franken besonders betroffen. Die Polizei in Nürnberg ermittelt wegen einer Serie von acht Fällen. Der Gesamtschaden dort beträgt 120.000 Euro.

Viele dieser Sabotageattacken können nicht aufgeklärt werden. Die Ermittlungen sind für die Polizei schwierig. Markus Dösinger ist stellvertretender Leiter der Polizei in Buchloe, in deren Einsatzgebiet es im vergangenen Jahr zehn solcher Fälle gab. Er erklärt, die Beamten könnten zwar die Gegenstände sicherstellen und auf Spuren untersuchen, doch wenn dabei nichts Auffälliges entdeckt wird, gebe es praktisch keine Anhaltspunkte für weitere Ermittlungen. „Wir sind auf Zeugenaussagen angewiesen“, erklärt der Polizeihauptkommissar.

Was ist das Motiv der Täter?

Auch über mögliche Motive kann nur spekuliert werden. Polizei und Landwirtschaftsvertreter äußern aber immer wieder die Vermutung, dass die Täter mit diesen Aktionen den Maisanbau beziehungsweise die gesamte Landwirtschaft kritisieren und schädigen wollten. Auch Dösinger vermutet das. Dass der Täter im persönlichen Umfeld des Landwirts zu finden ist und beispielsweise aus Rache handelt, sei wahrscheinlich die Ausnahme, sagt der Polizeihauptkommissar.

Der finanziellen Schaden einer solchen Attacke könne schnell zwischen 30.000 und 40.000 Euro betragen, sagt der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands im Landkreis Augsburg, Martin Mayr. Doch den tragen am Ende oft gar nicht die Landwirte. Für einen einzelnen Betrieb lohne sich die Anschaffung der rund 300.000 Euro teuren Erntemaschinen kaum, erklärt Mayr. Stattdessen kümmern sich beispielsweise Lohnunternehmer um das Abernten. Auch das mache die Suche nach den Tätern so schwierig, sagt Mayr. Haben sie es auf den Besitzer der Felder abgesehen, auf den Lohnunternehmer oder soll die Tat ein genereller Protest gegen die Maismonokulturen sein?

Zumindest heuer dürften kaum noch Fälle dazu kommen. Der Silomais, der den weitaus größten Teil des Maisanbaus in der Region ausmacht, ist weitgehend abgeerntet.

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