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München
29.07.2020

Die Löwen Benny und Max im Münchner Tierpark Hellabrunn sind gerettet

Die Hellabrunn-Löwen Benny und Max dürfen bleiben.
Foto: Peter Kneffel, dpa

Wegen der Corona-Krise hätte der Tierpark Hellabrunn beinahe seine Löwen abgeben müssen. Doch nun bekommt er mehrere Millionen Euro von der Stadt München.

Nach Wochen des Bangens wurden die Hilferufe des Tierparks Hellabrunn in München wegen der Corona-Krise erhört. Denn auf Nachfrage erfuhr unsere Redaktion aus kundigen Kreisen der Stadt München, Hauptanteilseignerin des als Aktiengesellschaft geführten Tierparks, dass die Stadt den Tierpark mit acht Millionen Euro bezuschusst – und zwar sofort.

Ein entsprechender Vorschlag des Referats für Arbeit und Wirtschaft sei bei der letzten Versammlung des Stadtrats vor der Sommerpause in nicht öffentlicher Sitzung durchgegangen. Das Geld sei für Investitionen in Sachanlagen im Tierpark gedacht, die sonst nicht gemacht werden könnten, aber gemacht werden müssten. Darunter falle auch der Umbau der früheren Braunbärenanlage zu einer großen neuen Löwenanlage. Der Zuschuss sei so gering wie nötig gehalten worden, um die erforderlichsten Reparaturen im Tierpark machen zu können.

Die Löwen Benny und Max im Münchner Tierpark Hellabrunn sind gerettet

„Das ist so toll. Damit ist der Neubau unserer Löwenanlage gesichert“, sagte Hellabrunn-Chef Rasem Baban der Bild dazu. „Dank der Unterstützung sind wir aus der gröbsten Corona-Krise raus. Wir werden in diesem Jahr keinen Gewinn mehr erwirtschaften, aber alles wird gut. Wir dürfen unsere Löwen behalten!“

Genau das hatte Baban vor wenigen Wochen noch infrage gestellt: „Ohne Hilfe müssen wir im September als Erstes unsere Löwen abgeben. Ausgerechnet das Wappentier des Freistaates. Das kann doch nicht wahr sein!“ Er prophezeite, dass er wegen der Corona-Ausfälle ab Herbst Insolvenz anmelden müsse, wenn nicht wieder mehr Geld in die Kassen komme. Wochenlang war der Zoo wegen Corona geschlossen. Seit 11. Mai dürfen zwar wieder knapp 4400 Besucher pro Tag rein – zu wenige allerdings, um die täglichen Kosten in Höhe von 50.000 Euro zu decken. Dafür seien fast doppelt so viele Besucher nötig, sagte Baban.

Auch warnte er davor, die Rücklagen des Tierparks im schlimmsten Fall für Corona-Ausfälle nutzen zu müssen und nicht wie geplant für den 3,6 Millionen Euro teuren Umbau der neuen Löwenanlage, der Ende des Jahres beginnen soll. Die bisherige Anlage entspricht nicht mehr den aktuellen Haltungsrichtlinien, die Haltung der Löwen dort ist nur geduldet.

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