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München
22.09.2016

NSU-Prozess nähert sich Ende: Gericht bittet um letzte Anträge

Beate Zschäpe ist als Mittäterin bei den Verbrechen der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" NSU angeklagt.
Foto: Peter Kneffel/Archiv (dpa)

Im NSU-Prozess hat Richter Manfred Götzl die Prozessparteien dazu aufgefordert, "zeitnah" noch ausstehende Anträge zu stellen. Auch Zschäpe soll bald auf alle Fragen reagieren.

Im NSU-Prozess deutet sich das Ende an: Richter Manfred Götzl hat die Prozessparteien am Donnerstag aufgefordert, "zeitnah" noch ausstehende Anträge zu stellen. Ob auch das Beweisprogramm seitens des Senats beendet ist, ließ er hingegen offen.

Götzl forderte auch die Hauptangeklagte Beate Zschäpe auf, bald auf alle Fragen zu reagieren, die das Gericht ihr in den letzten Wochen gestellt hatte und die teilweise noch unbeantwortet sind. Zschäpes Mit-Verteidiger Mathias Grasel kündigte Antworten für die kommende Woche an.

Der psychiatrische Gutachter Henning Saß, der Zschäpes Persönlichkeit beurteilen soll, sagte ebenfalls auf Aufforderung Götzls zu, eine vorläufige schriftliche Fassung seines Gutachtens in der dritten Oktoberwoche zu liefern. Das psychiatrische Gutachten gilt in Strafprozessen in der Regel als Schlusspunkt der Beweisaufnahme.

NSU-Prozess begann im Mai 2013

Zschäpe steht seit dem 6. Mai 2013 vor Gericht. Sie ist für die Mittäterschaft an zehn überwiegend rassistisch motivierten Morden angeklagt, die ihre beiden mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt verübt haben sollen. dpa/lby

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